Neues Theater
Neues Theater, (Foto: © Bühnen Halle)

Unterwerfung

Mit Michel Houellebecqs Antihelden aus dem Roman *Unterwerfung* kämpft und ringt man! Da ist François, ein chauvinistischer und selbstgefälliger Literaturwissenschaftler, der seine intellektuelle Macht zelebriert und seine Vereinzelung mit verachtendem Frauenverschleiß bekämpft. Und als sei das noch nicht anstößig genug, herrscht auf politischer Ebene der frisch gewählte Staatspräsident Ben Abbès mit noch gründlicherer Autorität: Kurz nach seiner Vereidigung schafft er die Demokratie ab und führt Scharia und Patriarchat wieder ein.

Zwischen Rechten und Religiösen entfacht daraufhin ein politischer Kampf auf den Straßen, der vor allem die humanistische Elite verstummen lässt.

Houellebecqs aberwitziger Roman *Unterwerfung* gedeiht in satirischer Blüte zwischen Wertesystemen und Denkverboten. Er atmet den Geist von Tabu und Provokation und bereitet den Ängsten der Menschen angesichts bedrohlicher Ideologiekämpfe eine Bühne.

Vor allem deshalb wurde *Unterwerfung* in der vergangenen Spielzeit an Deutschlands Theatern mit großer Brisanz inszeniert und gespielt. Auch das neue theater hat diesem Roman im Rahmen der Schauspielausbildung seiner Studenten bereits ein Szenenstudium gewidmet, das überregionale Aufmerksamkeit generierte. Nun bringt Sophie Scherer den brisanten Stoff in der Kammer auch auf die Bühne des neuen theaters.

Houellebecq vertanzt den Alptraum des aufgeklärten Westeuropäers in Schwindel erregenden Pirouetten als Furcht- und Sehnsuchtsfigur zugleich. Er zertrampelt dabei leichtfüßig all die hart erkämpften Verdienste im Namen der Freiheit.

www.buehnen-halle.de



Neues Theater, Große Ulrichstraße 51, Tel. 0345 20500, www.buehnen-halle.de
nt - Kammer

24.10.2018: 20.00 bis 22.00 Uhr
09.11.2018: 20.00 bis 22.00 Uhr

Theater, Oper, Orchester GmbH

0345 5110777
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