Vorhang
Vorhang, (Foto: © Fotolia)

Die verkaufte Braut

Marie und Wenzel sollen gemäß dem Wunsch ihrer Vater heiraten. Kruschina und Micha wollen mit der arrangierten Ehe Erbe und Wohlstand der beiden sichern. Nachdem Michas erstgeborener Sohn als verschollen gilt, erscheint der naive Wenzel dem alten Kruschina als der ideale Schwiegersohn. Doch Marie setzt sich gegen den Plan ihres Vaters zur Wehr, liebt sie doch den Knecht Hans. Der Heiratsvermittler Kecal versucht, Hans umzustimmen. Der Außenseiter willigt scheinbar gegen Zahlung einer hübschen Summe ein und sagt sich von der Enttäuschten los. Er stellt allerdings die Bedingung, dass nur ein Sohn Michas Marie zur Frau nehmen dürfe. Dieser obszöne Handel wird von der empörten Dorfgesellschaft missbilligt und Marie ist zutiefst gekränkt. Doch dann gibt sich Hans als Michas erstgeborener Sohn zu erkennen. Mit ihrer Liebesheirat sichern sich Marie und Hans auch das Erbe. Die bestehende Ordnung gerät ins Wanken … 1866 in Prag uraufgeführt, gilt Die verkaufte Braut als eine zugleich komödiantische wie doppelbödige Buffo-Oper, die zu den beliebtesten ihres Genres überhaupt zählt. Das Meisterwerk Bedřich Smetanas (1824-1884) besticht durch seine böhmische Volkstümlichkeit, Melodienreichtum und eine farbige Instrumentation. In Ostthüringen ist es erstmals seit 1984 wieder zu erleben.

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