Schaaaaaatz, trägst du meine Skier? - Ausflüge in den Schnee rund um Halle

Winterlandschaft (Foto: Martin Große)

Die Völker Skandinaviens fahren schon seit vielen tausend Jahren auf den gespaltenen Hölzern – früher Scheite genannt, heute als Ski bekannt. Da es vor 3000 Jahren von einem Dorf bis ins nächste ein langer Weg war, waren die Ski sehr beliebt. Auch im mitteldeutschen Bergwald, dem Hart, heute Harz genannt, lagen die Dörfer sehr weit auseinander und so verwundert es nicht, dass das längliche Fortbewegungsmittel auch dort sehr beliebt war und ist. Heute allerdings fährt man weniger von Dorf zu Dorf, sondern mehr den Hang hinunter und wieder rauf. Und wo das am besten geht und was es sonst noch gibt, stellen wir Ihnen im Folgenden vor:

Ski fahren im Harz

Winterliche Landschaft (Foto: Martin Große, Laenderkenner.de)

Der Harz ist das höchste Gebirge Norddeutschlands. Er liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Anteil am Harz haben im Westen die Landkreise Goslar und Göttingen, im Norden und Osten die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz und im Süden der Landkreis Nordhausen. Von Halle aus gesehen ist man mit dem Zug oder Auto in ca. 2 Stunden in vielen Skigebieten. Wie zum Beispiel in Altenau. Dort erschließen zwei Schlepplifte die leichten Abfahrten. Das in Bad Sachsa gelegene Sportzentrum Ravensberg ist mit seinen drei Liften und insgesamt neun Abfahrten das alpine Skizentrum im Südharz. Der Hang ist über 300 Meter lang, der Schwierigkeitsgrad ist mittel und es gibt eine Flutlichtanlage. Absolutes Highlight, von Halle aus gesehen, ist aber St. Andreasberg. Hier gibt es für die Gäste Pisten aller Schwierigkeitsgrade und Streckenlängen. Für den ambitionierten Skifahrer stehen beispielsweise Steilhänge zur Verfügung, während der Anfänger auf dem weiträumigen fl acheren Gelände die für ihn ideale Piste vorfi ndet. Auf die Piste geht es mit zwei Doppelsesselbahnen sowie zwei Schleppliften.

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Skilanglauf im Harz

Winterliche Landschaft (Foto: Martin Große, Laenderkenner.de)

Vielen Menschen ist aber der Trubel auf den Pisten zu viel. Sie tendieren dann eher zum Skilanglauf. Dieser gilt als gesundheitlich empfehlenswerte Sportart, da fast alle Muskelgruppen betätigt werden. Außerdem kombiniert der Langlauf gesundes Ausdauertraining mit Landschaftsgenuss. Im Harz erwarten die Langläufer ungefähr 500 km gespurte Loipen. Wie zum Beispiel in Sonneberg im Nationalpark Harz. Der Nationalpark umfasst ungefähr zehn Prozent der Gesamtfl äche des Harzes. Langlauf ist hier nur auf ausgewiesenen Wegen erlaubt. Das Oberharzer Plateau rund um die Orte Hahnenklee und Seesen ist ein Klassiker unter den Westharzer Wintersportgebieten. In und um die Ortschaften fi ndet man zahlreiche Langlaufl oipen, die bei ausreichender Schneelage regelmäßig gespurt werden. Die Loipen rund um den Ravensberg bei Bad Sachsa oder rund um Hohegeiß (Ebersbergerloipe) erreicht man von Halle aus wohl am schnellsten. Beide Gebiete haben Strecken- und Rundtouren, sind aussichtsreich, familiengerecht und man hat Anschlussmöglichkeiten an die Hasselkopf-Loipe, Braunlager Loipe, Kaiserweg-Loipe und die Südharz-Loipe.


Rodeln - ein Spaß für Groß und Klein

Der vor allem bei Kindern sicher beliebteste Wintersport ist aber das Rodeln. Und mal ehrlich, wen juckt es nicht in den Fingern, wenn er einen Schlitten sieht? Mal wieder Kind sein und ab geht die Luzie? Dann fahren Sie doch nach Sankt Andreasberg und Torfhaus. In Torfhaus steht der größte Rodellift im Harz und dort muss niemand mehr seinen Schlitten den Berg selbst hinaufziehen. Der pure Spaß also. Ebenso fi ndet man am Parkplatz des Skizentrums Ravensberg in Bad Sachsa eine 300 Meter lange Rodelpiste. Diese wird bei ausreichender Schneelage ständig präpariert und lädt zum Rodeln ein. Am Weinberg beim Ski-Centrum „Am Brande“ können auf einem 350-Meter-Hang vor allem größere Kinder und Familien hinabrasen. Das Schöne hier ist die Südhanglage mit Blick auf das Skizentrum „Am Brande“.



Snowtubing - der neue Trend im Wintersport

Winterliche Landschaft (Foto: Martin Große, Laenderkenner.de)

Kein Sport ohne Trend, so ist das auch beim Wintersport. In St. Andreasberg lädt man deswegen zum voll hippen Snowtubing. Dabei setzt man sich in einen Reifen (engl. Tube) und saust die präparierten Bahnen hinunter. Danach lässt man sich ganz entspannt mit dem Lift den Hang wieder hochziehen. Die Tubinganlage besteht aus einem verhältnismäßig fl achen Hang von ca. 100 m Länge, der in der Auslaufzone zum Abbremsen der Tubes wieder ansteigt. Der besondere „Kick“ beim Tuben besteht darin, dass der Benutzer keinen Einfl uss auf Geschwindigkeit ausüben kann.