Winterliche Ausflüge in Halles Umgebung

Winterlandschaft (Foto: Martin Große)

Der Januar ist eigentlich ein ruhiger Geselle. Er ist kalt, aber viele Menschen haben noch Resturlaub, und so geht das neue Jahr ganz langsam los. Noch ganz im Feiertagsmodus fährt man Ski oder genießt bei einem Ausfl ug die nähere Umgebung. Grund genug uns einmal umzuschauen und Ihnen ein paar Empfehlungen für einen ruhigen Januar, ob mit oder ohne Schnee.

Luthers Land und Müntzers Heimat

Das Lutherdenkmal in Eisleben. (Foto: Standortmarketing Mansfeld Südharz)

Die beiden berühmten Reformatoren prägen natürlich bis heute das Mansfelder Land und die kleine Stadt Eisleben. Beides liegt quasi direkt vor der halleschen Haustür und bietet sich für einen Ausfl ug an. In Eisleben und dem benachbarten Mansfeld hat sich in den letzten Jahren viel getan. Im Zuge des Reformationsjubiläums wurde gerade im Museumsbereich viel investiert. Und so kann man in Eisleben bei einem Ausfl ug das Geburts- und Sterbehaus Luthers sowie die Taufkirche St. Petri-Pauli anschauen. Und Mansfeld bezeichnet man zu Recht als die Kinderstube Luthers. Hier lässt sich das Elternhaus in einer multimedialen Ausstellung entdecken. Über Thomas Müntzer informiert das Museum „Alte Münze“ in der Fachwerkstadt Stollberg.

www.lutherstaedte-eisleben-mansfeld.de


Die Teufelsmauer - Wandern durch das Sagenland

Die Teufelsmauer (Nikon, Fotodigital, Pixabay.de)

Ein Streit um Land. Zwischen Teufel und Gott. Und eine Wette: Das Land, das er mit einer riesigen Mauer in einer Nacht umbaue, könne der Teufel behalten. So beginnt die wohl bekannteste Sage von der Teufelsmauer, deren Reste die Menschen seit Jahrhunderten in ihren Bann ziehen. Als eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands ist die Teufelsmauer ein Refugium für Liebhaber seltener Pfl anzen und Tiere. Sie ist aber auch ein beliebtes Ausfl ugsziel für Wanderungen in die sagenhafte Natur der Urlaubsregion Bodetal. Der beliebte Teufelsmauerstieg führt von West nach Ost an den Orten Blankenburg, Timmenrode, Warnstedt, Thale, Weddersleben, Neinstedt, Bad Suderode, Gernrode, Rieder und Ballenstedt vorbei und berührt dabei alle markanten Felsformationen der Teufelsmauer. Im Anschluss an diese kräftezehrende Wanderung lohnt, wegen der früh einsetzenden Dunkelheit und der zu erwartenden Kälte, ein Besuch im Naturresort Schindelbruch, knapp 30 Minuten von Blankenburg. Hier locken ein über 2.500 m² großer Wellnessbereich mit einem eigenen Schwimmbad für die ganze Familie sowie ein neues Badehaus mit separatem Schwimmbad für unsere Gäste ab 14. Ein Saunadorf mit vier verschiedenen Saunen bietet zahlreiche Rückzugsmöglichkeiten und Ruheräume.


Schloss und Stadt Stolberg - Schön wie ein Wintermärchen

Stolberg im Winter. (Foto: Rene Gusche Fotografie, Standortmarketing Mansfeld Südharz)

Das Schloss Stolberg steht auf einem nach drei Seiten abfallenden Berg oberhalb der Stadt und prägt diese seit vielen Jahrhunderten. Das gesamte Schlossareal wurde bis in das Jahr 2016 mit großem fi nanziellen Aufwand komplett saniert. Die Südterrasse des fürstlichen Anwesens gehört zu den Gartenträumen von Sachsen-Anhalt. Gelegen auf der Südseite des Schlosses ragt der Fürstenfl ügel imposant über Staudengarten und Wasserfl äche. Ein kleiner Steingarten schmiegt sich an den rohen Fels, auf dem das Schloss gebaut wurde. Weiße Bänke laden zum Verweilen ein. Nach dem Besuch des Schlosses könnte man noch einen Abstecher durch das Zentrum von Stolberg machen und sich das Rathaus aus dem Jahr 1452, den Saigerturm und das Gasthaus Kupfer anschauen. Dieses kennen vielleicht die Instagrammer – es ist eines der am meisten fotografi erten Fachwerkhäuser.

www.stadt-stolberg.de



Kultur & Kulinarik im Januar - Europa Rosarium Sangerhausen

Das Europa Rosarium im Sommer. (Foto: Standortmarketing Mansfeld Südharz)

Das Rosarium in Sangerhausen ist ein „Must-see“ nicht nur für Fachleute und Rosenliebhaber. Neben historischen und vom Aussterben bedrohten Rosensorten, die hier erhalten und liebevoll gepfl egt werden, kann man etwa 300 verschiedene seltene Baum- und Straucharten sehen, die die Kulisse für das einzigartige Duft- und Farbspiel bilden. Im Januar blühen zwar keine der 8.600 Rosenarten und -sorten in Sangerhausen, sodass das Duftvergnügen ausfällt, aber im Rosencafé im Rosarium kann man den Mansfeld-Südharz-Ausflug mit einem stärkenden Brunch beginnen. Außerdem lädt das Rosarium auch zu Multivisionvorträgen oder Beobachtung der Mondfinsternis ein.

www.europa-rosarium.de


Heimkehle Uftrungen - wenn es draußen ungemütlich ist

Eine Höhle ist ein natürlicher Hohlraum im Gestein, wenn er durch Menschen betreten werden kann, wenn nicht, dann wird der Hohlraum Schlotte genannt. Die Schauhöhle Heimkehle ist eine von etwa 200 bekannten Höhlen des Südharzer Sulfatkarstes. Ihre Gesamtlänge beträgt etwa zwei Kilometer. Der für Besucher zugängliche Teil ist momentan nur ca. 600 m lang. In der Höhle verläuft die Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Thüringen. Wenn es draußen also richtig kalt und matschig ist, bietet sich die Höhle als ein interessantes und wettergeschütztes Ausflugsziel an. Außerdem muss hier keiner darben, denn das Restaurant Heimkehle bietet Wanderern und Höhlenbesuchern Speis und Trank.

www.hoehle-heimkehle.de



Anprägen der Jahresmedaille - eine Münze für das neue Jahr

Im Museum „Alte Münze“ kann man Schätze vergangener Jahrhunderte entdecken. Schätze, die heute oft keine mehr sind, denn der Geldschein oder die Plastikkarte gelten heute wertvoller als Münzen. Dabei ist jede Münze einzigartig und birgt ein Geheimnis. Nahe der Südharzstadt Stolberg wurden Erze und Silber gefunden, die das Rohmaterial zur Münzprägung lieferten. Deswegen wurde hier schon lange Geld geprägt, und auch heute wird der große Balancier in Gang gesetzt und aus Silberronden Medaillen und Münzen geprägt. Zum Beispiel die Hausmedaille mit dem Stolberger Hirsch. Am 1. Januar kann man dabei sein, wenn ab 11 Uhr die Jahresmedaille für 2019 geprägt wird. Lassen Sie sich überraschen, welches tolle Motiv dieses Jahr auf den Münzen zu finden sein wird.

www.tourismus-suedharz.de


Winterfest am Josephskreuz auf dem Großem Auerberg

(Foto: Standortmarketing Mansfeld Südharz)

Der Große Auerberg mit seiner Höhe von 580 Metern beherrscht den Unterharz, vom Brocken bis zum Kyff häuser. Von ihm aus genießt man einen wunderschönen Rundblick. Schon im 17 Jahrhundert wird urkundlich ein hölzerner Aussichtsturm erwähnt, der auf der Bergkuppe stand. Heute steht an seiner Stelle, der Josephshöhe, das weltgrößte eiserne Kreuz – das Josephskreuz. Gebaut wurde es 1896. Die Konstruktion wurde in Anlehnung an Schinkels Entwürfe als eiserne Gitterkonstruktion in Stahlfachwerkkonstruktion ausgeführt und erinnert in seiner Bauweise an den Pariser Eiff elturm. Und mehrmals im Jahr ist rund um das Kreuz und sein Bergstübl richtig was los. Zum Winterfest im Februar gibt es Après-Ski-Hits, einen kleinen Händlermarkt, Lagerfeuer, (Schnee)-Theke, Knüppelkuchen, Tandem-Ski-Gaudi, Rodeln, Tombola, Glücksrad, Spiel und Spaß für die ganze Familie – vielleicht und hoff entlich im Schnee.

www.tourismus-suedharz.de, Teilnahme kostenfrei, Aufstieg Josephskreuz lt. ausgewiesenen Eintrittspreisen. Termin: am 10.2. von 11 bis 16 Uhr