Wenn zu viel Stress krank macht

Die große Mehrheit der Deutschen fühlt sich regelmäßig gestresst. Grundsätzlich ist Stress an für sich nichts Schlechtes, sondern kann Energiereserven freisetzen und zu mehr Leistung motivieren. Nimmt er jedoch überhand oder wird chronisch, ist er Gift für Körper und Seele und kann beide krank machen. Wichtig ist deshalb, dass Warnzeichen, die sich in der Regel schon früh bemerkbar machen, rechtzeitig erkannt und ernstgenommen werden.



Rasanter Anstieg stressbedingter Erkrankungen

Laut Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation ist Stress hierzulande die größte Gesundheitsgefahr. Dauerhaft starke Anspannung versetzt den Körper in einen permanenten Alarmzustand und führt in vielen Fällen zu Schädigungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Organe. Spätestens, wenn häufiger Stress in einen chronischen Zustand übergeht, schlägt der Körper Alarm.

Stress als Ursache für körperliche Symptome wird jedoch viel zu oft ignoriert oder kleingeredet. Dabei sind die Zahlen alarmierend: Ein Drittel der Bevölkerung zeigt Anzeichen einer Vorstufe von Burnout. In den letzten 15 Jahren sind zudem Krankmeldungen aufgrund psychischer Probleme wie starkem Stress, Depressionen oder Angst- und Belastungsstörungen um 90 Prozent gestiegen. Über die genauen Gründe lässt sich streiten, klar ist jedoch, dass das eigene Risiko für stressbedingte Krankheiten oft sehr viel größer ist, als man glaubt.

Teufelskreis Schlafstörungen

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Wer lernt, auf sich und seinen Körper zu hören, kann Frühwarnzeichen besser erkennen. Ist der Schlaf länger anhaltend gestört, kann dies beispielsweise ein Indikator für eine zu hohe Belastung sein. Schlafprobleme verschärfen das Problem dabei oft noch weiter. Nur wer seinem Körper ausreichend Erholung und Schlaf gewährt, ist auch in der Lage, Leistung zu erbringen und gesund zu bleiben. Einschlaf- und Durchschlafstörungen werden sehr schnell zu einer großen Belastung und schränken die Lebensqualität ein. Laut DAK-Gesundheitsreport sind rund 34 Millionen der Berufstätigen in Deutschland von Schlafproblemen betroffen.

Zudem leiden Menschen, die unter emotionalem Stress stehen, häufig unter Albträumen. Immer wiederkehrende Träume können ein Hinweis darauf sein, dass ein bestimmtes Ereignis im Leben nicht richtig verarbeitet wurde. Nach einschneidenden Erlebnissen wie etwa einem Unfall, einem Todesfall im nahen Umfeld oder auch nach der Trennung vom Ex-Freund kann eine Traumdeutung, etwa bei Online-Diensten wie Viversum, für die Betroffenen sinnvoll sein.



Frühwarnzeichen erkennen und handeln

Erhöhte Gereiztheit, Konzentrationsschwierigkeiten und Ängste, die aus scheinbar unerklärlichen Gründen auftreten, können ein Zeichen einer zu hohen Stressbelastung sein. Wer diese Symptome über einen längeren Zeitraum an sich feststellt, sollte unbedingt auf die Bremse treten. Wichtig ist, keine Scheu davor zu haben, sich rechtzeitig Hilfe zu suchen. Psychische Erkrankungen werden in unserer Leistungsgesellschaft leider nach wie vor stigmatisiert, deshalb sind Betroffene häufig der Überzeugung, einfach nur zu schwach zu sein.

Doch selbst wer meint, mit ständigem Druck und Stress noch irgendwie klarzukommen, zahlt dafür am Ende häufig mit seiner Gesundheit. Auch wenn die körperlichen Folgen in manchen Fällen erst sehr viel später sichtbar werden, ist zu viel Stress häufig der Hauptgrund für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Organerkrankungen. Grund genug, um rechtzeitig auf die Warnzeichen seines Körpers zu hören.

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