Wenn der Besuch die Kinder mitbringt – So bereitet man sich auf die kleinen Gäste vor

Es ist unter Freunden oft eine heikle Frage: Darf ich die Kinder mitbringen? Besonders bei Paaren ohne Nachwuchs ist es nicht selbstverständlich, dass auch die kleinen Gäste immer willkommen sind. Denn meist sind Wohnungen und Häuser in diesem Fall nur unzureichend für die Bedürfnisse von Kindern eingerichtet. Manches wird sogar zur Gefahr. Aber auch die Kleinen sollten sich rundum wohl fühlen. Mit ein paar Tipps und Tricks gelingt dies.

Eines vorweg: Fast alles lässt sich ersetzen oder reinigen. Die Panik, dass die Kleinsten alles vollkritzeln oder zerstören, ist zudem meist unbegründet. Zerbrechliche Gegenstände wie Porzellanfiguren oder wertvolles Geschirr sollte man dennoch besser außerhalb der Reichweite von Kindern platzieren. Gleiches gilt für teure technische Geräte wie Laptops – vor allem, wenn diese vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt wurden. Mit ein wenig Vorbereitung kann man also viele heiklen Stellen entschärfen. Auch die Reinigung von Flächen und Gegenständen nach dem Besuch ist meist kein Problem. Sogar Edding lässt sich einfach entfernen, wenn beim Malen mal etwas daneben geht.



Normal für Erwachsene, aber eine Gefahr für Kleinkinder

Bei einer glatten gefliesten Treppe besteht nicht nur für Erwachsene eine gewisse Rutsch- und Sturzgefahr. Für die Kleinsten ist das Risiko beim enthusiastischen Spielen und Toben noch einmal höher. Treppenhäuser sollte man daher vor allem für Kinder, die noch nicht sicher und eigenständig laufen können, unzugänglich machen. Gibt es keine Tür, die man verschließen kann, dann sollte man den Treppenaufgang mit einem großen Gegenstand versperren. Auch an anderen Stellen der Wohnung lauern unerwartete Gefahren für Kinder. Heikel ist alles, woran sie hinaufklettern können. So zum Beispiel das Tischtuch. Zieht ein kleines Kind daran, dann ist nicht nur der Kuchen abgeräumt, sondern auch der heiße Kaffee. Der kann zu schlimmen Verbrühungen führen. Ein weiterer Tipp, den es zu beachten gilt: Alle Gefahrenstoffe, wie etwa Reinigungsmittel, sollten sicher und verschlossen in Schränken stehen. Kinder sollten nicht in die Versuchung kommen, die bunten Flaschen zu öffnen oder gar daraus zu trinken.



Auch an die Unterhaltung sollte gedacht werden

Soweit zu den Hinweisen zur Sicherung. Aber was ist mit dem Enterntainment? Denn schließlich sollen auch die kleinen Gäste Spaß haben. Viele ungefährliche Küchenutensilien, wie ein Schneebesen oder ein Kochlöffel, eignen sich auch als Spielzeuge. Hier empfiehlt es sich aber, Rücksprache mit den Eltern zu halten. Denn die wissen am besten, welche Vorlieben ihr Kind hat. Das betrifft sowohl das Spielzeug als auch die Bewirtung.

Nicht immer sind Süßigkeiten und bunte Spielgeräte willkommen. Bei Kleinkindern ist es oft eine gute Idee, mit Decken und Kissen eine kleine Krabbelecke in der Nähe des Aufenthaltsbereichs der Erwachsenen einzurichten. Auch an die Möglichkeit für einen ungestörten Rückzugsraum sollte man denken, insbesondere wenn die Kinder noch so klein sind, dass ab und an die Windeln gewechselt werden müssen. Sind die Kinder schon etwas älter, dann können sie durchaus auch in einem anderen Raum spielen. Hier gelten die Sicherheitsvorbereitungen dann besonders, damit die Eltern nicht immer ein Auge auf die Kleinen haben müssen. Das Wichtigste ist, dass sich die Gäste – egal, welchen Alters – wohlfühlen können.