Urlaub in Bayern: Unterschätzte Reiseziele

Die Pandemie hält die Welt in Atem und wirkt wie ein Katalysator für viele Trends: Die Leute arbeiten viel digitaler und verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit im Internet, beispielsweise um Netflix zu schauen oder Novoline Spiele kostenlos zu genießen. Auch wenn das gesteigerte Umweltbewusstsein in den letzten Jahren schon vermehrt Menschen dazu bewegt hat, im eigenen Land Urlaub zu machen, hat die aktuelle Situation diesen Wandel deutlich beschleunigt. Und Viele stellen dabei fest, dass es beispielsweise in Bayern eine enorme Vielfalt an schönen Städten und Orten gibt. Ob charmante Kleinstadt oder traumhafter See: Wir stellen Ihnen unsere Geheimtipps in Bayern vor. Man muss das Schöne nicht immer in der Ferne suchen, denn manche außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten liegen direkt vor unserer Haustüre.

Waging am See

Der Chiemsee, oder das “bayerische Meer”, wie er auch genannt wird, ist für viele Touristen Reiseziel Nummer eins. Die Gegend rund um den See ist zwar wunderschön und auch Ausflüge zur Frauen- und Herreninsel können durchaus lohnenswert sein. Doch ein Geheimtipp ist der Chiemsee wahrlich nicht. Zur Hochsaison ist die Gegend schon etwas überrannt.

Der Waginger See hingegen ist etwas kleiner und deutlich unbekannter. In Sachen natürlicher Schönheit steht er dem Chiemsee aber in nichts nach. Vom See aus hat man einen traumhaften Blick auf die Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen. Zudem ist der See für seine angenehm warme Temperatur bekannt. Auch für sehr kälteempfindliche Menschen bietet er also ausreichend Gelegenheit zum Baden. Besonders gut eignen sich dazu die fünf Strandbäder. Hier kann man sich auch Stand Up Paddle Boards, Segelboote und Surfbretter ausleihen. Es wird also sicherlich nicht langweilig.

Der Stadtkern von Waging am See verzaubert seine Besucher mit historischen Gebäuden und tollen Restaurants. Sowohl internationale als auch traditionell bayerische Gerichte werden hier serviert. Sollte doch einmal Langeweile aufkommen, kann man in Tagesausflügen die Umgebung erkunden. Der Chiemsee, Ruhpolding oder Traunstein sind nicht weit weg und auch Salzburg in Österreich kann gut erreicht werden.

Rund um den See gibt es viele günstige Campingplätze. Für etwas mehr Luxus kann man sich aber auch in einem der hübschen Hotels oder Pensionen einmieten.



Bad Reichenhall

Nach dem Chiemgau ist auch das Berchtesgadener Land ein sehr beliebtes Reiseziel. Berchtesgaden selbst ist jedes Jahr einem großen Ansturm an Touristen ausgesetzt und lohnt sich unserer Meinung nach wirklich nur für stressresistente Menschen. Bad Reichenhall wird von den großen Touristenmassen hingegen verschont. Der Ort ist vor allem der älteren Generation ein Begriff für Erholung und Gesundheitskuren. Bad Reichenhall hat allerdings weitaus mehr zu bieten und ist auch für jüngere Menschen sehr interessant.

Die Alpenstadt hat eine einladende Fußgängerzone mit zahlreichen Geschäften. Das Café Reber eignet sich ideal, um kurz zu verweilen und sich auszuruhen. Der königliche Kurgarten der Stadt gilt völlig zu Recht als einer der schönsten Gärten in Mitteleuropa. Vielleicht kennen Sie die Stadt Bad Reichenhaller auch von ihrem Markensalz. Dieses wird heute in der Neuen Saline produziert. Für die Kulturbäder der Stadt wird die Sole aber nach wie vor in der Alten Saline gefördert. Im Rahmen einer Führung kann man die verzweigten Stollen und Grotten erforschen und lernt mehr über die Gewinnung von Salz.

Wer sich lieber überirdisch aufhält, kann den Hausberg der Stadt mit der Predigtstuhlbahn erreichen. Dies ist weltweit die älteste intakte Seilbahn. Vom Drahtseil aus hat man einen Blick auf die romantische Bergwelt und die Grand Dame. Wanderfreunde kommen beispielsweise mit einer Kurzwanderung zur Schlegelmuldenalm auf ihre Kosten. Die Verpflegung schmeckt hier hervorragend und entschädigt für die Anstrengung. Bei klarem Himmel sieht man von hier sogar die Festung Hohensalzburg. Salzburg und Bad Reichenhall trennen nämlich gerade einmal 25 Kilometer.

Übernachten können Sie beispielsweise im Hotel Bürgerbräu. Dank angeschlossener Brauerei können Sie dort köstliche bayrische Spezialitäten und frisches bayrisches Bier genießen.



Forchheim

Eine der ältesten Städte in Franken heißt Forchheim. Stilvolle Fachwerkhäuser und die Festungsanlage der Königsstadt scheinen wie aus einer anderen Zeit zu stammen und lassen einen bei einem unbeschwerten Aufenthalt die Sorgen des Alltags vergessen. Wer über die gepflasterten Gassen schlendert und sich einfach treiben lässt, kann von wunderschönen Plätzen und Ecken überrascht werden.

Dem Rathausplatz sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten, wenn man in Forchheim ist. Sowohl hier als auch von der Festungsanlage aus findet man wunderschöne Fotomotive vor. Auch die Kammerers Mühle wird sehr gerne abgelichtet. Wenn man entlang der Wiesent spaziert und die auf Pfählen gebauten Häuser bestaunt, versteht man auch den liebevollen Spitznamen “Klein Venedig”, den man dieser Ecke gegeben hat.

Die Museen in der Kaiserpfalz eignen sich gut dazu, mehr über die Gegend und die Stadt in Erfahrung zu bringen. Das Feinkostgeschäft Karnbaum ist eine hervorragende Adresse, um Fischspezialitäten aus der Region einzukaufen. Auch Bierliebhaber kommen in Forchheim auf ihre Kosten: Vier Brauereien der Stadt sind als Familienbetriebe geführt und tragen ihren Teil zum guten Ruf von Forchheim bei. Der Kellerwald der Stadt bietet sich an, um sich abends bei einem leckeren Bier eine Pause zu gönnen. Fränkische Köstlichkeiten wie Schäuferla, Bratwürste, Obzada und Brotzeitplatten eignen sich in den 23 traditionellen Bierkellern des Kellerwalds gut als Ergänzung zum Bier.

Fürth

Die fränkische Stadt Nürnberg sagt wohl jedem etwas. Wer es aber gern etwas ruhiger mag, sollte sich die Stadt Fürth neben Nürnberg nicht entgehen lassen. Die Dichte an Baudenkmälern ist in keiner bayrischen Stadt höher. Die Promenaden vereinen im Jugendstil gestaltete Häuser und solche aus der Gründerzeit. Auch das Stadttheater ist ein prächtiges Gebäude.

Die Stadt gilt als weltoffen und hat noch heute ein sehr aktives jüdisches Zentrum, weshalb man Fürth einst auch “Fränkisches Jerusalem” taufte. Eine Führung im Jüdischen Museum oder auf dem Jüdischen Friedhof vermittelt auf interessante Weise Informationen über die jüdische Kultur. Der Turm des Rathauses erinnert optisch an den Palazzo Vecchio in Florenz und bietet einen hervorragenden Ausblick über die Stadt.

Für einen gelungenen Ausklang des Tags sollte man nach seinem Stadtrundgang die Kneipen der Gustavstraße aufsuchen. Hier kann man auch hervorragend in kleinen Geschäften einkaufen.