Halle liest mit - die Highlights im Überblick

Im Landgericht ist das Zuhören zu Krimis natürlich besonders spannend und dementsprechend beliebt. (Foto: Maike Glöckner, SMG Halle)

Das Lesefest „Halle liest mit“ lädt vom 14. bis 24. März zu 28 Lesungen ein. Mit einen vielfältigem Angebot für Krimifans, Kinder- und Jugendliche, Kunstinteressierte uvm., bietet die Veranstaltung für jeden etwas. 28 Autoren stellen, in verschiedenen Leseorten, wie dem Landgericht oder dem Literaturhaus ihre Werke vor. Bekommen Sie hier einen Einblick in die Highlights, die sie erwarten dürfen.


18.3. | 18:30 Uhr | Jüdische Gemeinde zu Halle (Saale) | Eintritt frei

Monika Zimmermann liest aus Kroch - Der Name bleibt.

Das Schicksal der jüdischen Familie Kroch in Leipzig und ihrer Unternehmen ist nicht einzigartig und doch besonders. Anhand überlieferter Firmenakten kann nachgezeichnet werden, wie raffiniert und hinterhältig sich die Einflussnahme der Nationalsozialisten vollzog. Besonders ist auch, dass die rücksichtslose Zerschlagung nach der Nazizeit in der DDR weiterging. Diese Unternehmensgeschichte spiegelt eindrucksvoll ein Stück deutscher Geschichte.

Monika Zimmermann war bis 1990 DDR-Korrespondentin der FAZ. Danach arbeitete sie als Chefredakteurin u.a. für die MZ. 2006 wechselte sie in die Politik: In Sachsen-Anhalt war sie Regierungssprecherin, in Sachsen verantwortlich für Medienpolitik und politische Strategie. Seit 2014 lebt sie wieder in Berlin.


19.3. | 16:00 Uhr | Baustellenbüro der Baustelle Große Steinstraße | Eintritt frei

Reinhardt O. Cornelius Hahn liest aus der Tetralogie "Das gewöhnliche Bauwerk"

Die Tetralogie setzt sich zutiefst menschlich mit außerhalb der Zustimmung der Gesellschaft stehenden Positionen auseinander. Es sind aber nicht nur links- oder rechtextreme Geschehnisse, die an Schicksalen aufgeschlüsselt und entlarvt werden, es ist auch der deutsche Militarismus, die Rolle von Eigentum und Besitz, der frühe und später deutlich werdende Faschismus mit der Nachfolge der Diktatur und Demokratie in beiden deutschen Staaten. Das große Thema der Teilung eines Landes, einer Hauptstadt, von Regionen, Gemeinden, Familien und auch die Aufspaltungen von Persönlichkeiten werden spannend, genau erkannt und tiefgründig erzählt.

Reinhardt O. Cornelius-Hahn (geboren 1947 in Gottberg, Landkreis Ruppin) zog im Alter von sechs Jahren mit seinen Eltern nach Krefeld-Traar am Rhein. Nach der Scheidung der Eltern kehrte er 1959 mit seinem Vater zurück in die damalige DDR. Ein Jahr später stirbt der Vater. Nach versuchter Republikflucht und anschließendem Aufenthalt im Kinderheim wird R. O. Hahn erst 1966 im Bezirk Halle/Saale sesshaft. Er studierte Literatur in Leipzig. Bisher veröffentlichte er vier Romane und neun Kinderbücher. Heute lebt er gern in Halle.



21.3. | 17:00 Uhr | Baustellenbüro der Baustelle Große Steinstraße | Eintritt frei

Ingrid Davis liest aus Aachener Gangster - Leg Dich nicht mit Sander an!

In der Gerüchteküche brodelt es: Zieht sich Fritz Schniedewitz wirklich zurück und verkauft seine Aachener Detektei an den Meistbietenden? Während Britta Sander und ihre Kollegen versuchen, dieses höchst persönliche Rätsel zu lösen, tritt der geheimnisvolle Kunst- und Antiquitätenhändler Tom Hartwig mit einem Auftrag an sie heran. Einer seiner engsten Mitarbeiter wurde bestialisch ermordet, und Hartwig – ein Mann mit dunkler Vergangenheit – will keine Polizei.

Ingrid Davis (geboren 1969 in Aachen) begann bereits im Alter von zehn Jahren mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, Novellen und Gedichten. Ihr Weg führte sie nach dem Studium Englischer Literatur und Geschichte jedoch zunächst nicht in die Schriftstellerei, sondern ins Marketing und Projektmanagement. Hauptberuflich ist sie auch heute noch als Marketingmanagerin tätig und lebt in Aachen. Neben dem Krimischreiben verbringt sie ihre Freizeit gerne mit Reisen, Kino, Literatur und Strategiespielen.


22.3. | 20:00 Uhr | Ötzi – Outdoor Equipment | Eintritt frei

Julia Finkernagel liest, plaudert und zeigt Ausschnitte ihrer launigen Reisereportagen:

Ostwärts - Oder wie man mit den Händen Suppe isst, ohne sich nachher umziehen zu müssen

Knesebeck Verlag Geistreich und mit einer Portion Humor berichtet sie von ihren Erfahrungen als Go East-Travellerin, von kleineren und größeren Katastrophen in elf Ländern zwischen Leipzig und der Mongolei. Auch die Ungeheuerlichkeiten, die es nicht in die TV-Version von Ostwärts (MDR) schafften, werden in den ebenso scharfsinnigen wie humorvollen Travel-Episoden erzählt!

Während eines Sabbatjahres bricht Julia Finkernagel zu einer Rucksackreise auf. Aufgrund ihrer Reiseberichte wird sie vom MDR angeheuert. Seit 2008 zieht sie regelmäßig für Ostwärts – Mit dem Rucksack der Sonne entgegen. 40 Filme sind dabei bisher entstanden. Nun arbeitet sie als selbständige Filmemacherin.


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