Das eigene Leben versichern: Mit der Risikolebensversicherung für den Ernstfall vorsorgen

Wer sich zusammen mit einem Partner etwas aufbaut, muss sich früher oder später über das "Was wäre wenn …" Gedanken machen - beispielsweise darüber, was geschieht, wenn einer der beiden Partner plötzlich verstirbt. Welche Vorsorgemaßnahmen sind geeignet, um sicherzustellen, dass die Hinterbliebenen in einem solchen Fall nicht in finanzielle Not geraten? Eine Risikolebensversicherung ist in vielen Fällen eine sinnvolle Absicherung. Sie eignet sich nicht nur für Ehepaare mit Kindern, sondern auch für andere Familienkonstellationen.

Eine Absicherung für jedes Familienkonzept

Vater, Mutter und ein oder zwei Kinder - diese traditionelle Familienkonstellation ist zwar immer noch häufig vertreten, doch immer mehre alternative Familienkonzepte werden zur Normalität: Ehepaare ohne Kinder, unverheiratete Paare mit Kindern, gleichgeschlechtliche Paare mit oder ohne Kinder, die unverheiratet, in eingetragenen Lebenspartnerschaften oder Ehen leben - all das ist inzwischen Normalität. Die staatlichen Vorsorgemechanismen sind zum großen Teil noch nicht auf diese Vielfalt an möglichen Familienkonstellationen eingestellt, sodass private Vorsorge gerade für "nicht traditionelle" Familien wichtig ist. Doch auch unabhängig vom Familienmodell ist eine zusätzliche Absicherung der Angehörigen dringend zu empfehlen, denn die Hinterbliebenenrente, die im Falle des Todes eines Partners ausgezahlt wird, kann den gewohnten Lebensstandard der Angehörigen in der Regel nicht absichern. Als private Vorsorge geeignet ist die Risikolebensversicherung (RLV). Im Rahmen einer solchen Versicherung ist geregelt, dass beim Ableben der versicherten Person während der Vertragslaufzeit eine festgelegte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird. Stirbt der Versicherungsnehmer nicht während dieser Zeit, muss die Versicherung keine Leistung erbringen. Weil es unvorhersehbar ist, ob der Todesfall eintritt oder nicht, sind die Beiträge für eine Risikolebensversicherung im Vergleich zu anderen Lebensversicherungen relativ gering. Zwischen 30 und 40 Euro werden pro Jahr fällig.



Das ist beim Abschluss einer Risikolebensversicherung wichtig

Eine Risikolebensversicherung kann mittlerweile bequem online abgeschlossen werden. Dafür muss der Versicherungsnehmer nur einige Angaben machen und erhält im Anschluss ein unverbindliches Angebot. Wichtig sind unter anderem das Alter, der Gesundheitszustand, die berufliche Situation und der Familienstand. Auch Aspekte wie Hobbies oder Rauchen spielen eine Rolle, da sie Einfluss auf die Lebenserwartung haben. Vor dem Abschluss sollte gut durchdacht werden, wie hoch die Versicherungssumme ausfallen soll. Außerdem ist zu beachten, dass bei der RLV verschiedene Vertragskonstellationen möglich sind, die jeweils bestimmte Vor- und Nachteile haben. Besonders für nicht verheiratete Partner ist die Über-Kreuz-Versicherung interessant.



Über Kreuz versichern

Um beide Partner einer nichtehelichen Beziehung finanziell abzusichern, ist die Überkreuzversicherung eine gute Option. Es werden zwei Verträge abgeschlossen, die im Hinblick auf Laufzeit und Summe individuell gestaltet werden können. Das hat zur Folge, dass jeder der beiden Partner sowohl Versicherungsnehmer (im ersten Vertrag) als auch versicherte Person (im zweiten Vertrag) ist. Der Vorteil der Über-Kreuz-Versicherung liegt neben der Flexibilität der Versicherungsoptionen auch darin, dass bei der Auszahlung der Versicherungssumme keine Erbschaftssteuer anfällt. Es handelt sich per Definition nicht um ein Erbe, sondern um eine Versicherungsleistung. Für Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner, deren Nachlass die Freibeträge übersteigen würde, ist eine Überkreuzversicherung ebenfalls eine Überlegung wert.