Japanisches Unternehmen kauft innovative Software von Schweizer Systementwickler GSD Master AG

Nach Mitteilung von Martin Schranz, dem Gründer und Geschäftsführer der GSD Master AG, konnte seine Firma vor kurzem einen wichtigen Software-Deal mit einem Unternehmen aus Japan erfolgreich abschließen.

Software-Entwicklung auf den asiatischen Markt abgestimmt

Für den Verkauf des von Martin Schranz und seinem Team aus Software-Spezialisten entwickelten neuartigen Systems soll demnach ein Kaufpreis von rund 26,5 Millionen Euro bezahlt worden sein, Die Entwicklung der Software begann bereits vor dreieinhalb Jahren, wie der GSD Master AG-Gründer mitteilte, wobei das von Anfang an in Betracht gezogene Releasedatum von seiner Firma eingehalten werden konnte. Zu ersten Verkaufsverhandlungen kam es demnach bereits im Frühjahr 2017 anlässlich eines Meetings bei der ASW in Las Vegas. Nach Worten von Martin Schranz zeigte der Kunde aus Japan bereits damals großes Interesse an einer Software, deren Features speziell auf den asiatischen Markt abgestimmt waren. Martin Schranz zufolge nimmt Affiliate Marketing in Japan einen wichtigen Stellenwert ein. Deshalb habe er von Anfang an einen Käufer aus dem asiatischen Land für seine Software bevorzugt. Um sich die Exklusivrechte am Softwareprogramm der GSD Master AG zu sichern, soll das Unternehmen aus Japan bereits im Frühjahr 2017 eine größere Summe in der Firma von Martin Schranz investiert haben.



Online-Shopping liegt im Trend

Mit dem Softwareprogramm sollen zukünftig Verkaufsprozesse optimiert werden. Japans Onlinehandel entwickelt sich seit Jahren positiv. Auch europäische Verbraucher zählen inzwischen zu den Kunden japanischer Firmen und kaufen im Internet ein. Statistiken zufolge hat der Online-Einkauf bei ausländischen Anbietern sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Online-Shopping im Ausland liegt derzeit im Trend, wie Verkaufs-Experten berichten. Von Wirtschaftsfachleuten wird davon ausgegangen, dass die Online-Ausland-Einkäufe weiterhin zunehmen werden. Allerdings scheitern viele Online-Kunden, die Waren im Ausland bestellen wollen, an bestimmten Hindernissen seitens der Internet-Händler. Die EU will nun dagegen vorgehen. Mit einer Abstimmung im Europaparlament wollen die Parlamentarier Regeln verabschieden, um das sogenannte Geoblocking aus dem Online-Handel zu verbannen. Mit dieser Technik konnten Online-Händler bislang ausländischen Kunden gezielt den Zugang zu ihren lokalen Bestellseiten verwehren oder die Verbraucher automatisch auf internationale Seiten, auf denen ihre Waren zu höheren Preisen angeboten wurden, weiterleiten. Obwohl Japan als schwieriger Markt gilt, sind zahlreiche deutsche Unternehmen dort erfolgreich. Von Wirtschaftsfachleuten wird deutschen Unternehmen eine positive Prognose eingeräumt. Demnach können Geschäftsleute aus Deutschland mit Gewinnen rechnen, wenn sie sich mit den Regeln der japanischen Marktwirtschaft auskennen. An den speziellen Bedarf asiatischer Märkte hat auch die GSD Master AG ihre Software angepasst und diese dafür mit zusätzlichen Features ausgestattet. Martin Schranz weist auf die Vorreiterrolle Japans bei der Einführung der Kryptowährungen hin und integrierte deshalb neben Bitcoins sechs weitere digitale Währungen in den Payment Process seiner neuen Software.



Entwicklungspotential beim Handel mit Japan

Von deutschen Fachleuten wird mit einem weiteren Aufwärtstrend bei der japanischen Gesamtwirtschaft in den nächsten Monaten gerechnet. Der japanische Markt ist in Deutschland für seine Verlässlichkeit und Stabilität bekannt. Die Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Ländern sind durch fruchtbare und lang haltende Geschäftspartnerschaften geprägt. Das brachte vermutlich auch den japanischen Käufer der GSD Master AG-Software dazu, sich für ein europäisches Softwareprogramm zur Optimierung der Verkaufsprozesse zu entscheiden. Zu den wichtigen Gründen, die von deutschen Unternehmen für ihre Geschäftstätigkeit in Japan angegeben werden, zählen vor allem die steigenden Potenziale ihrer japanischen Kunden und Partner. Auch für Drittmarktgeschäfte bevorzugen vor allem global aufgestellte deutsche Mittelständler Partnerunternehmen aus Japan, da diese ebenfalls über eine entsprechende Infrastruktur verfügen und qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen anbieten. Demnach steht die deutsche Wirtschaft Geschäften mit japanischen Unternehmen und Kunden generell positiv gegenüber und sieht in diesem Bereich weiteres Entwicklungspotential. Die beim G20-Gipfel erzielt Einigung über ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan stellt einen weiteren Meilenstein für den freien Handel dar.