Halloren, Hallenser und Hallunken: alles rund um Halle an der Saale

Die größte Stadt Sachsen-Anhalts ist ein echter Geheimtipp. Nicht nur mit ihrem historischen Stadtkern, sondern auch mit zahlreichen kulinarischen Sehenswürdigkeiten ist Halle an der Saale eine Reise wert – für Touristen aus allen Regionen Deutschlands und darüber hinaus. Die Stadt bietet hervorragende Voraussetzungen zum Sightseeing, so nicht zuletzt mit der am nordwestlichen Rand der Altstadt gelegenen Moritzburg aus dem 15. Jahrhundert. Heute beherbergt das historische Gebäude eine Kunstsammlung von der Renaissance bis in die Moderne, die zu einem der großen Schmuckstücke des Landes Sachsen-Anhalts gehört. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Stadtschloss mehrfach umgebaut und stellt inzwischen ein Bauensemble dar, welches die historischen Elemente des mittelalterlichen Schlosses mit hochmodernen Glasbauten vereint – ebenfalls ein Augenschmaus für jene, die Freude an spannender Architektur haben.

Damit aber nicht genug: Mit der Burg Giebichenstein verfügt die Stadt über ein weiteres historisches Highlight, das an das mittelalterliche Halle erinnert. Auf einer Erhebung über dem Saaleufer thront die ehemalige Residenz der Erzbischöfe von Magdeburg aus dem 9. Jahrhundert. Heute ist dort die Kunsthochschule Halle beheimatet, in denen sich die Studierenden in den Fachbereichen Kunst und Design ausbilden können.



Doch genug der historischen Gemäuer, hin zum heutigen Stadtbild: Bei einem ganz entspannten Spaziergang durch die Gassen und Straßen lässt sich das ganz besondere Flair der Stadt einnehmen. Sie werden bald bemerken, dass sich Halles Geschichte im kleinsten Detail auszudrücken vermag. Ein ausgezeichnetes Beispiel hierfür ist der Hallmarkt mit seiner spätgotischen Marienkirche. Früher war hier das "Thale zu Halle", wo die Salzarbeiter der nahegelegenen Saline lebten. Diese Bevölkerungsgruppe wurde als Halloren bezeichnet, während der Reste der Stadtbewohner als Hallenser tituliert wurde. Zugezogene werden hingegen bis heute mal im Scherz, mal aus lokalstolzer Überzeugung als Hallunken bezeichnet.

Halloren Schokoladenmuseum: auf den Spuren von Deutschlands ältester Schokoladenfabrik

Schokolade gehört zu Halle einfach dazu: Die Halloren-Schokoladenfabrik wurde im Jahr 1804 gegründet und ist die älteste noch produzierende Schokoladenfabrik der Bundesrepublik. 1851 übernahm Friedrich David die Firma. Sie florierte und war insbesondere bekannt für ihre Pralinenmarke Mignon. Aufgrund ihrer bewegten Geschichte beherbergt die Fabrik heute auch das berühmte Halloren Schokoladenmuseum. Es wurde 2002 gegründet und umfasst mehrere Ausstellungen für große und kleine Besucher. Ein besonderer Publikumsmagnet ist das Schokoladenzimmer, mit dem Clou, dass jeder Gegenstand darin aus Schokolade besteht. Daneben hat das Museum aber noch weitere Highlights zu bieten. Neben einem Relief der Innenstadt, welches im Museum einen Ehrenplatz einnimmt, sorgt bei Besuchern besonders die weltweit größte Hallorenkugel immer wieder für Begeisterung. Hallorenkugeln gehören zu den beliebtesten Erzeugnissen der Schokoladenfabrik - eine Verkostung gehört demnach unbedingt zur Betrachtung dazu.



Leuna Chemie Stadion - die Heimstätte des Halleschen FC

Abseits der lukullischen Genüsse sollen aber auch noch andere, sportlichere Sehenswürdigkeiten Einzug in diese Liste erhalten, so das 2011 eröffnete Leuna Chemie Stadion, welches heute als Heimstätte des Halleschen FC fungiert. In der Saison 2011/12 gelang dem Halleschen FC als erstem sachsen-anhaltischen Verein der Aufstieg in die 3. Liga. In diesem Zusammenhang bekam die erste Männermannschaft ab der Saison 2012/13 ein neues Logo. Dieser Aufstieg konnte den Verein jedoch nicht nur regional weiter etablieren, sondern hatte auch überregionale Folgen. So sind inzwischen auch diverse Sportwettenanbieter auf den Verein aufmerksam geworden. Das bedeutet, dass mittlerweile Siege, Unentschieden oder Niederlagen bei Betway Sportwetten mit wöchentlichen Quoten ebenso wie im Stadion gefeiert oder betrauert werden. Abseits des Sportbetriebs ist das Stadion aber auch eine beliebte Eventlocation. Dank des Partners Elysee ist in diesem Zusammenhang sogar eine Gastronomie angeschlossen, die Firmenmeetings oder auch private Feiern kulinarisch abrunden kann.


Unweit der Burg Giebichenstein, auf dem 130 m hohen Reilsberg befindet sich der 1901 eröffnete Zoologische Garten. Sportlich kann es auch hier zugehen, denn obwohl das Gelände lediglich eine Fläche von 9 ha einnimmt, ist der Zoo dank mehrerer Ebenen viel größer. Mit dem Schwerpunkt des Zoos auf der Haltung von Bergtieren der Andenregion Südamerikas ist es mit dieser Architektur gar nicht so weit her. Als Wahrzeichen des Zoos dient der Aussichtsturm mit Freiflugvoliere. Aktuell umfasst der Zoologische Garten in Halle ein Großkatzenhaus, eine Elefanten- sowie eine Seebärenanlage, ein Schimpansen-, Totenkopfaffen- und Affenhaus, eine Bergtieranlage und ein Krokodilhaus.

Restaurant Alchimistenklause: der kulinarische Stein der Weisen

Immer wenn Halle sehenswürdig wird, ist die Kulinaristik nicht weit, das haben wir in diesem Artikel bereits gemerkt. Neben den süßen Schokoladen kann es aber auch traditionell herzhaft zugehen. Ein gutes Beispiel ist das Restaurant Alchimistenklause in der Reilstraße unweit des Zoologischen Gartens und der Burg Giebichenstein. Die Alchimistenklause ist in einem historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert untergebracht und begann ihren Betrieb bereits 1873. Damit gehört sie heute zu den ältesten und bekanntesten Restaurants Halles. Hier setzt man auf traditionelle Gaumenfreuden, die nur in den wenigsten Restaurants serviert werden. Auf der ständig wechselnden Speisekarte kann man Gerichte wie "Hallische Geflügelleber", "Giebichensteiner Lachspfanne" oder "Wippraer Wildgulasch" finden. Gäste schätzen das rustikale Ambiente, das hervorragend zur bodenständigen Küche passt und jede Mahlzeit zu einem echten Erlebnis werden lässt.

Insgesamt wird deutlich, dass sich in Halle an der Saale viele spannende Erlebnisse aneinanderreihen können. Einerseits besticht die Stadt mit einem großen historischen Schatz, der sich in Architektur und Kunst bestaunen lässt, andererseits dringt immer wieder die große Begeisterung der Hallorer, Hallenser – und ja, sicherlich auch der Hallunken – für kulinarische Genüsse durch. Das Schokoladenmuseum sowie die Alchimistenklause sind nur zwei Beispiele einer großen Auswahl aus Möglichkeiten, es sich in Halle wahrlich gut gehen zu lassen. Wann also planen Sie Ihren nächsten Besuch? Die Stadt wartet bereits.