Georg-Friedrich Händel - der Europäer und Halles größter Sohn

Das Händelhaus am Abend. (Foto: Stadt Halle, Thomas Ziegler)

Endlich war es soweit, hat sicher so mancher gedacht, der aktiv das kulturelle Geschehen verfolgte. Nach achtmonatiger Bauzeit öffnete sich das Händel-Haus 2009 wieder für Besucher. Denn schließlich traf man Halles größten Sohn in diesem Jahr bereits an vielen Orten und seine Werke traten und treten in unterschiedlichsten Varianten in Erscheinung. Doch nun durften die Sektkorken knallen, denn im April 2009 war es soweit. Die neue Dauerausstellung im Händel-Haus wurde eröffnet.

Nach fast 25 Jahren wurde die Händel-Ausstellung zum Händel-Festjahr 2009 neu gestaltet. Unter dem Titel „Händel - der Europäer“ ist seitdem sein Leben in seiner europäischen Dimension präsentiert. An die Stelle des streng chronologischen Ablaufes der alten Ausstellung treten jetzt pro Raum einzelne Themenschwerpunkte, z. B. „Persönlichkeit und Schaffen“, „Der Arkadier“, „Der Staatskomponist“. Hinzu kam ein Miniaturtheater, in dem der Bühnenkomponist in seinen Opern erfahrbar ist. Die Ausstellung gliedert sich in zwei Abteilungen: die Jugend in Halle („Die Jahre 1685-1703“) und die Wander- und Meisterjahre 1703-1759. Es werden rund 160 Exponate – Gemälde, Stiche, Musikinstrumente usw. verteilt auf 14 Räume gezeigt. Hinzu kommen ein Sonderausstellungsbereich und die „Schatzkammer“. In dieser werden Handschriften Händels, die aus London und Hamburg ausgeliehen wurden, in einer Hochsicherheitsvitrine präsentiert.

Ein Highlight der Ausstellung ist eine digitale Simulation, denn Händel ist eine der am meisten porträtierten Künstlerpersönlichkeiten seit Einführung der Fotografie. Die mit Hilfe von Morph-Software hergestellte Simulation in der Ausstellung zeigt eindrucksvoll die Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes von Georg Friedrich Händel und seine markante Physiognomie.