Gesund und lecker: So geht gesunde Ernährung mit köstlichen Säften aus Obst und Gemüse

Smoothies sind das absolute Trendgetränk der letzten Jahre. Vor allem im Sommer sind die frischen Säfte aus Obst und Gemüse kaum noch wegzudenken. Kein Straßencafé, Biergarten oder Street Food Festival kommt mehr ohne eine Auswahl köstlicher frisch gepresster Saftkreationen aus.

Auch im Herbst und Winter ist das aromatische Getränk aus frisch gepressten Säften und anderen gesunden Zutaten ein echter Allrounder. Smoothies sind nicht nur lecker, sie liefern auch eine Extraportion Vitamine und Ballaststoffe aus einem Glas. Als Vitaminbomben und Energielieferanten sind Smoothies perfekt geeignet für einen gesunden Start in den Tag oder als leichte aber gehaltvolle Zwischenmahlzeit So lässt sich mit wenigen köstlichen Schlucken die Ernährung aufpeppen und das Immunsystem ganz natürlich stärken.

Die Zubereitung frischer Smoothies ist ganz einfach. Die Rezepte sind so vielseitig und wandelbar, dass für jeden Geschmack und jede Küche etwas dabei ist. Wir haben fünf leckere Smoothie-Rezepte getestet und praktische Tipps für die köstlich-gesunde Saftküche zusammengestellt.



Zentrifugalentsafter oder Slow Juicer?

Wer noch vor einigen Jahren Appetit auf frische Säfte aus Obst und Gemüse hatte, durfte sich zunächst einmal auf eine Menge Schäl- und Schnippelaufwand gefasst machen. Inzwischen ist es glücklicherweise deutlich einfacher, sich in der heimischen Küche einen gesunden Snack aus dem Glas zu zaubern. Moderne Entsafter übernehmen einen Großteil der Arbeit und holen in wenigen Sekunden das Beste aus frischen Lebensmitteln heraus.

Wer statt gekauften Säften lieber selbst frische Obst- und Gemüsesäfte herstellen möchte, hat grundsätzlich die Wahl zwischen zwei Kategorien von praktischen Helfern:

  • Zentrifugalentsafter
  • Slow Juicer

Beide Varianten Geräte haben ihre Vor- und Nachteile und können innerhalb kurzer Zeit köstliche frische Säfte aus Obst und Gemüse zaubern. 

Zentrifugalentsafter werfen den Turbo an

Besonders leistungsstark und einfach zu handhaben sind moderne Zentrifugalentsafter. Sie entsaften frische Produkte über eine Reibscheibe, die sich mit sehr hoher Geschwindigkeit dreht. Dabei werden bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute erreicht. Zum Vergleich: Slow Juicer kommen nur auf etwa 1.000 bis 1.500 Umdrehungen pro Minute.

Dadurch sind Zentrifugalentsafter besonders schnell und auch sehr unkompliziert in der Handhabung. Tatsächlich können die meisten Früchte und Gemüsesorten im Ganzen in den Entsafter gegeben werden. Das spart eine Menge Zeit. Die nicht verwertbaren Reste landen nach dem Entsaften zuverlässig im Tresterbehälter.

Die Turbos unter den Entsaftern haben allerdings auch einen Nachteil: Durch die enorme Reibungsgeschwindigkeit entsteht Wärme und es wird eine große Menge Sauerstoff in den Saft geschlagen, der Obst und Gemüse bei der Entsaftung wertvolle Vitamine und Enzyme entziehen kann. Der Smoothie aus dem Zentrifugalentsafter ist also immer noch sehr gesund und lecker, allerdings nicht mehr ganz so gehaltvoll wie aus dem Slow Juicer.

Säfte, die im Zentrifugalentsafter gepresst werden, sollten innerhalb kürzester Zeit verbraucht werden, da sie rasch verderben können. Experten von Stiftung Warentest empfehlen, Smoothies aus dem Zentrifugalentsafter sofort zu trinken oder für den späteren Verzehr maximal zwei Tage im Kühlschrank aufzubewahren.

Sehr weiches und stärkehaltiges Obst, wie zum Beispiel Bananen, ist übrigens für den Zentrifugalentsafter nicht besonders gut geeignet. Wer nicht auf den Geschmack von Bananen oder ähnlichen Früchten im Smoothie verzichten möchte, sollte lieber auf einen Slow Juicer mit extra niedriger Drehzahl zurückgreifen oder die Bananen mit einem Stabmixer pürieren und später hinzufügen.

Slow Juicer holen das Beste aus frischem Obst und Gemüse heraus

Slow Juicer, die moderne Version der Saftpresse, arbeiten langsamer als Zentrifugalentsafter. Obst und Gemüse kann meist nicht im Ganzen eingefüllt werden, sondern muss zerkleinert werden. Das erfordert etwas mehr Vorbereitungszeit. Auch der Entsaftungsvorgang selbst nimmt mehr Zeit in Anspruch als bei einem Zentrifugalentsafter.

Dafür entsaften Slow Juicer aber auch schonender und erhalten eine größere Menge an Nährstoffen im Saft. Die Drehgeschwindigkeit der Slow Juicer erreicht nur ungefähr ein Zehntel der Power des Zentrifugalentsafters. So entsteht kaum Reibungswärme und die wertvollen Vitamine und Enzyme aus Obst und Gemüse bleiben weitgehend erhalten. Auch die wertvollen natürlichen Antioxidantien bleiben durch die schonende Entsaftung im Slow Juicer in großer Menge erhalten.

Die schonendere Arbeitsweise des Slow Juicers führt auch dazu, dass frisch gepresste Säfte deutlich länger haltbar sind als die Smoothies aus dem Zentrifugalentsafter. Durch eine möglichst niedrige Drehgeschwindigkeit gelangt nur wenig Sauerstoff in den frisch gewonnenen Saft. Die Oxidierungsprozesse, die wertvolle Nährstoffe zersetzen, werden dadurch deutlich verringert. Gut gekühlt können die Säfte aus dem Slow Juicer mehrere Tage aufgehoben und auch später noch genossen werden.

Ein weiterer Vorteil des Entsaftens mit dem Slow Juicer ist die Ergiebigkeit. Der Saftertrag aus dem Slow Juicer ist grundsätzlich höher als bei einem Zentrifugalentsafter. Außerdem kann eine größere Auswahl an Obst und Gemüse im Slow Juicer verarbeitet werden.



Reste sind das Beste

Der köstliche Smoothie ist zubereitet und bietet nun Genuss für Gaumen und Auge gleichermaßen. Was aber soll mit den Resten dieses gesunden Snacks aus dem Glas? Auch, wenn moderne Zentrifugalentsafter und Slow Juicer viel mehr Saft aus Obst und Gemüse gewinnen können, als ältere Modelle, sammelt sich eine Menge Trester aus Fruchtfleisch und anderen Resten an. Natürlich darf der Inhalt des Tresterbehälters bedenkenlos in die Biomülltonne oder auf den Kompost. Zum Wegwerfen ist der Trester aber eigentlich zu schade.

Was man sonst noch daraus machen kann? Das Ratgeberportal küchengeräte-test.de hat ein paar Ideen parat, die so Manchen überraschen werden:

  • Trester aus frischem Obst und Gemüse schmeckt köstlich als Rouladenfüllung. Die süße Mousse ist eine echte Bereicherung für die gesunde und kreative Küche.
  • Mit den Resten aus dem Entsafter lassen sich Soßen oder Suppen ganz natürlich und schmackhaft andicken. Künstliche Soßenbinder haben nicht nur einen Eigengeschmack, der in so manchem Gericht stören kann, sie enthalten auch viele versteckte Kalorien, die sich so einsparen lassen.
  • Als Beigabe zu frischen Salaten schmecken vor allem Trester aus frischem Gemüse hervorragend.
  • Aus der vegetarischen Küche werden die Reste aus dem Entsafter bald nicht mehr wegzudenken sein. Aus ihnen lassen sich nämlich zum Beispiel leckere Gemüsebratlinge zaubern. Besonders gut geeignet sind die Reste von Kürbis und Sellerie.
  • Auch zur Verfeinerung von Kuchen und Brotteigen aus Rohkost ist der Trester hervorragend geeignet. Möhren und die meisten Obstsorten sind eine tolle geschmackliche Ergänzung für selbst gemachtes Gebäck.
  • Die Reste aus frischem Gemüse sind auch ein echtes Beautygeheimnis. Aus Trester aus Salatgurken und Möhren lässt sich echte Naturkosmetik herstellen. Das zerriebene Gemüsepüree lässt sich ganz leicht mit den Händen oder mit einem kleinen Löffel auf die Haut auftragen, die die Vitamine und Nährstoffe so besonders gut aufnehmen kann.
  • Im Winter sind die Reste aus dem Tresterbehälter übrigens auch eine gesunde und schmackhafte Kost für einheimische Vögel, die sich über die Extraportion frischer Nährstoffe im Vogelhaus oder im Vorgarten freuen werden.