Der BH wird 100

Der BH wurde bereits vor über 100 Jahren erfunden. 1914 ließ sich die New Yorkerin Mary Phelps Jacob das von ihr entwickelte Modell patentieren. Seither wurde der BH stetig weiterentwickelt, nicht nur im Hinblick auf Tragekomfort und Funktionen, sondern auch, was modische Raffinessen angeht. Vom bequemen Alltagsbegleiter über den sinnlichen Verführungskünstler bis hin zum schlichten Kombinationstalent - diese fünf Modelle haben die Wäscheschubladen im Sturm erobert.

1. Der Push-up: Magie fürs Dekolleté

Nicht jede Frau ist von Natur aus mit üppigen Rundungen gesegnet. Ein wenig "schummeln" kann man mit dem richtigen BH - genauer gesagt, mit einem Push-up. Der gefütterte Büstenhalter setzt den weiblichen Oberkörper in Szene, indem er das Dekolleté mithilfe von Silikoneinlagen oder einer Schaumstoffpolsterung voller wirken lässt. Gerade bei zu tiefen Ausschnitten - beispielsweise zu Abendroben, Shirts mit V-Ausschnitt oder Dirndln - passt ein Push-up-BH, denn er lässt die Proportionen besonders harmonisch wirken.



2. Der Minimizer: Entlastung für den Rücken

Frauen mit großer Oberweite werden häufig beneidet. Gerade sie benötigen jedoch einen passenden BH, um den Rücken zu entlasten. Ein Minimizer-BH mit breiten Trägern stützt die Brust und verleiht ihr optimalen Halt. Viele Frauen schätzen an Minimizern auch, dass sie die Brust optisch kleiner wirken lassen. An Ästhetik mangelt es Minimizern nicht: Zarte Spitze und transparente Mesh-Elemente setzen aufregende Akzente; wer es gerne feminin mag, setzt auf verspielte Blumenmuster, Schleifen oder Applikationen. Natürlich gibt es auch ganz schlichte Minimizer, die man beispielsweise gut unter einem engen Oberteil tragen kann.

3. Der T-Shirt-BH: Der unsichtbare Held

Einige BHs wollen gesehen werden. Der T-Shirt-BH hingegen hält sich gekonnt zurück. Sein glattes Material - meist besteht er aus Mikrofaser - macht ihn unter der Kleidung nahezu unsichtbar; dezente Nähte und der Verzicht auf Schleifen, Spangen oder sonstige Verzierungen sorgen dafür, dass er sich selbst unter enganliegenden Shirts und Tops nicht abzeichnet.



4. Der Sport-BH: Der Belastbare

Ob bei der Yogastunde, bei der Joggingrunde durch den Park oder beim Zirkeltraining: Beim Sport ist die weibliche Brust einigen Belastungen ausgesetzt. Deshalb benötigt sie für diese Aktivitäten einen BH, der alles mitmacht. Ein Sport-BH, auch als Bra-Top bekannt, bietet sicheren Halt und optimale Stabilität. Und er macht nicht nur im Fitnessstudio eine gute Figur: Als Crop-Top zur Skinny Jeans oder Leggings wird der Sport-BH Teil eines lässigen Street Styles.

5. Der Balconette-BH: Romantische Stütze

Das Markenzeichen des Balconette-BHs ist der weite Abstand zwischen den (häufig abnehmbaren) Trägern. Doch noch etwas macht ihn besonders: Seine Dreiviertelkörbchen heben die Brust von unten an. Aus diesem Grund macht er sich hervorragend unter trägerlosen Tops, Kleidern und Blusen. Er setzt die Oberweite in Szene, dies aber dezenter als der Push-up.

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