Autogrammkarten und Vergünstigungen — Der HFC sucht die Fannähe

In sportlich schwierigen Zeiten musste der Hallesche FC in der Vergangenheit immer wieder den Unmut der Fanbasis zur Kenntnis nehmen. Eine Auslastung des Stadions von nur 15 Prozent wurde zuletzt bittere Realität. In Zukunft soll eine neue Nähe zu den Fans für zusätzlichen Zusammenhalt sorgen und den Club damit auf seinem langfristigen Weg stützen. Das Ziel wird dabei sein, Halle nicht von der Landkarte des Fußballs verschwinden zu lassen, sondern zu neuer Stärke zu finden.

Seit inzwischen sieben Jahren ist der HFC in der dritten Liga zu finden. In den vergangenen Jahren sah sich der Verein immer wieder mit dem Abstiegskampf konfrontiert und musste um die eigene sportliche Existenz kämpfen. Immer wieder wurde aus diesem Grund zum Endspurt der Saison dazu aufgerufen, ins Stadion zu kommen und das Team zu unterstützen. In der laufenden Saison scheinen diese Maßnahmen Wirkung zu zeigen. Aktuell steht ein solider vierter Platz in der dritten Liga zu Buche. So scheint es aus der derzeitigen Perspektive unwahrscheinlich, dass der Klub in diesem Jahr noch mit in den Abstiegskampf gezogen wird.

Praktizierte Nähe

Die Fans des HFC haben inzwischen an unterschiedlichen Stellen die Möglichkeit, ihrer Mannschaft noch näher zu kommen. Dazu zählt etwa das regelmäßig abgehaltene öffentliche Training, bei dem sich die Möglichkeit bietet, einen genauen Blick auf alle Spieler zu werfen. Nicht nur nach diesen öffentlich abgehaltenen Einheiten haben die Fans zudem die Chance, an Autogramme der Spieler zu kommen. Regelmäßig gibt es in der Stadt große Autogrammstunden, welche diese Möglichkeit bieten. Schon bald könnten dabei auch magnetische Autogrammkarten zum Einsatz kommen, die aktuell immer beliebter werden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Magnet - Shop.net.



Mehr Fans ins Stadion

Seit längerer Zeit blicken in der Stadt viele Augen kritisch auf die finanzielle Situation des HFC. Dieser war in der Vergangenheit immer wieder auf öffentliche Gelder angewiesen, um selbst über die Runden zu kommen. Zudem bietet die sportliche Existenz in der dritten Liga nur einen klar begrenzten Zugang zu den begehrten TV-Geldern. Aus diesem Grund hängt die sportliche Zukunft der kommenden Jahre sehr stark mit der finanziellen Entwicklung zusammen. Zuletzt nahm auch die Stadt Halle hier etwas Druck aus der Situation, indem etwa Unterstützung bei der Finanzierung des neuen Stadions gewährt wurde. 

Ein wichtiger Teil der Einnahmen in der dritten Liga stammt nach wie vor aus den Ticketverkäufen. In Halle gelingt es derzeit allerdings nicht, dort die allgemeinen Erwartungen zu erfüllen. Obwohl das neue Stadion eigentlich Platz für rund 15.000 Menschen bietet, bleiben die meisten Plätze leer. Beim 2:1, welches zuletzt gegen SV Meppen herausgeholt wurde, waren etwa 6300 Besucher im Stadion. Unter dieser Voraussetzung fällt es schwer, etwas an der aktuellen finanziellen Bilanz zu ändern. Doch genau ein solcher Schritt wäre zwingend notwendig, um sich finanziell besser aufzustellen.



Transfers brachten nicht die Wende

Seit Jahren investiert der HFC in die eigene Jugendabteilung. Die zahlreichen gut ausgebildeten Fußballspieler, die dort mit Verträgen ausgestattet sind, sollen langfristig nicht nur die Profimannschaft verstärken. Stattdessen war geplant, sich über einen langen Zeitraum in die Richtung eines Ausbildungsvereins zu bewegen. Die aktuell hohen Ablösesummen ließen dabei die Möglichkeit zu, finanzielle Gewinne zu erzielen. Ein Blick auf die Transfers der vergangenen Jahre zeigt jedoch, dass dieses Konzept bislang nicht zum Erfolg führte.

Viele Spieler, die den HFC verlassen und sich zu höheren Aufgaben berufen fühlen, wechseln ablösefrei. Für den Verein sind damit nur Einsparungen bei den Gehältern verbunden, während es nicht möglich ist, eine Ablösesumme einzustreichen. Zahlungen von 200.000 Euro, wie sie 2014 für Dennis Mast erhalten werden konnten, sind in diesen Jahren eine Seltenheit. Aus diesem Grund ändert auch die Transferpolitik kaum etwas an den wirtschaftlichen Fragezeichen, die hinter dem Verein stehen. Zumindest bei den Zugängen gelang es in den vergangenen Jahren, konsequent auf ablösefreie Spieler zu setzen und auf diese Weise die Ausgaben in einem durchaus annehmbaren Rahmen für alle Beteiligten zu halten.

Kulturelles Angebot der Stadt

Natürlich bangen viele Verantwortliche und Fans über die langfristige Existenz ihres Klubs. Für eine Stadt wie Halle ist es etwas Besonderes, über einen Fußballverein in der dritten Liga zu verfügen. Immer wieder kommt es in einer Saison zu interessanten Duellen, die sportliche Klasse versprechen. In diesem Jahr sind es etwa die Heimspiele gegen den TSV 1860 München und den KFC Uerdingen. Sollte es dem Verein jedoch nicht gelingen, sich langfristig von den öffentlichen Unterstützungen zu lösen, so würde dies die Entwicklung in den kommenden Jahren deutlich einschränken. Denn auch der Profifußball, wie er in der dritten Liga noch gewährleistet werden kann, zählt zum wichtigen kulturellen Angebot der Stadt, das dazu in der Lage ist, eine große Zielgruppe zu erreichen. Könnte der Fußball darüber hinaus finanziell erfolgreich aufgezogen werden, so könnte die gesamte Region von den Einflüssen profitieren. Woher dafür aktuell die Impulse kommen sollen, ist jedoch in keiner Weise klar ersichtlich.