Ägyptisches Museum Berlin – Die Kultur des alten Ägyptens entdecken

Einer der bedeutendsten Sammlungen zur Hochkultur des alten Ägyptens ist seit 2009 wieder im „Neuen Museum“ in Berlin zu finden. Ursprünglich existiert das Ägyptische Museum bereits seit 1828, es wurde aber anlässlich des Umzugs ins Neue Museum komplett neu gestaltet, sodass es jetzt noch mehr zu entdecken gibt. Unabhängig davon, ob Sie sich mit der Geschichte des alten Ägyptens bestens auskennen, oder ob Sie bislang noch kein Fachwissen in diesem Bereich haben: Der Museumsbesuch wird auch Sie faszinieren und lässt sich bestens mit dem Besuch zahlreicher anderer Sehenswürdigkeiten in Berlin verbinden. Die Wartezeit bis zur Berlin-Reise können Sie damit verbringen, sich angemessen auf das Thema einzustimmen. Neben Büchern und Dokumentarfilmen macht es auch Spaß, einfach ein paar Spiele zum Thema auszuprobieren. So können Ägypten-Fans Book of Ra kostenlos spielen ohne Anmeldung. Die Ägypten-Slots sind mittlerweile absolute Klassiker, die auch heute viele Fans begeistern. Sie können auch einen anderen Slot der Ägypten-Reiche auswählen und zum Beispiel Book of Ra 6 kostenlos spielen oder aber weiterlesen.

Eines der wichtigsten Exponate: die Büste der Nofretete

Eines der bekanntesten Ausstellungsstücke im Ägyptischen Museum ist die Büste der Nofretete, der Gemahlin des ägyptischen Königs Echnaton. Sie wurde im Jahr 1912 bei Ausgrabungen entdeckt, die durch die Deutsche Orient-Gesellschaft in Tell el-Amarna durchgeführt wurden. Die Büste gelangte im Jahr 1913 nach Deutschland und ging 1920 durch eine Schenkung an den damaligen preußischen Staat über. 1924 wurde die Nofretete-Büste dann auf der Berliner Museumsinsel ausgestellt. Heute ist sie eines der wichtigsten Ausstellungsstücke des Ägyptischen Museums Berlin. Ihr Wert wird auf über 300 Millionen Euro geschätzt.

 



Gehört die Büste der Nofretete eigentlich nach Ägypten?

Die Ausstellung der Nofretete-Büste im Ägyptischen Museum Berlin ist nicht unumstritten. Die Ausgrabungen, bei denen die Büste gefunden wurde, fanden bereits im Jahr 1912 statt, als in Ägypten die Briten das Sagen hatten. Zu diesem Zeitpunkt war der Besitz bei historischen Fundstücken so geregelt, dass im Rahmen der sogenannten Fundteilung die eine Hälfte des Fundes im Ursprungsland verblieb und die andere Hälfte in den Besitz des Landes überging, welches die Ausgrabungen finanziert hatte. Da es sich bei den Grabungen um ein deutsches Projekt handelte, konnte die Nofretete damals überhaupt erst nach Berlin gelangen.

Nun handelte es sich bei der Fundteilung allerdings um ein Gesetz, welches von den britischen und zum Teil auch von französischen Besatzern festgelegt und nicht von den Ägyptern selbst beschlossen wurde. Bereits im Jahr 1924 wurde die Büste der Nofretete zum ersten Mal von Ägypten zurückgefordert, und bis heute sind nicht nur viele Ägypter der Ansicht, dass es sich bei dem Ausstellungsstück in Berlin um geraubtes Kulturgut handelt. Es ist also durchaus möglich, dass die wertvolle Darstellung der Nofretete eines Tages zurückgegeben wird.

Viele interessante Ausstellungsstücke und wissenswerte Informationen über die Kultur vergangener Zeiten

Die umfangreiche Sammlung des Ägyptischen Museums ermöglicht es den Besuchern, eine Vorstellung von der damaligen Lebensweise und der Kultur der alten Ägypter zu entwickeln. Das Museum ist in drei Ebenen aufgeteilt, welche die folgenden Themen haben:

  • Den Alltag im Niltal
  • Verehrung der ägyptischen Könige und Götter
  • Den Glauben an das Jenseits

Auf allen drei Ebenen sind beeindruckende Ausstellungsstücke zu finden, welche verdeutlichen, wie die Menschen damals gelebt haben. Wer eine Weile im Ägyptischen Museum Berlin verweilt, wird quasi auf eine Zeitreise mitgenommen und kann sich vieles am Ende besser vorstellen, als wenn er die Informationen nur durch Bücher oder Filme erlangt hätte.



Der Westcar-Papyrus – eines von zahlreichen weiteren Highlights

Die im Jahr 1823 oder 1824 durch den Briten Henry Westcar erworbene ägyptische Schriftrolle enthält Erzählungen, in denen in Form von Fabeln unter anderem von Zauberern berichtet wird und die Anspielungen auf die ägyptischen Könige und ihre Persönlichkeit enthalten. Die Interpretationen der auf den Papyrusrollen verewigten Geschichten fallen unterschiedlich aus und sind bis heute Thema intensiver Ägypten-Forschung. Die Tatsache, dass die Zeichen auf der möglicherweise fast 4000 Jahre alten Schriftrolle immer noch zu erkennen sind und uns auch heute wertvolle Informationen über das damalige Ägypten liefern, fasziniert viele Besucher der Ausstellung immer wieder aufs Neue.

Weitere Ausstellungen im Neuen Museum

Das Neue Museum Berlin beherbergt nicht nur das Ägyptische Museum, sondern auch das Museum für Vor- und Frühgeschichte sowie einen Teil der beeindruckenden Antikensammlung. Es lohnt sich definitiv, auch diese beiden Teile einmal anzusehen, unter Umständen ist dann aber mehr als nur ein Tag einzuplanen. Aufgrund der großen Vielfalt lohnt es sich aber ohnehin, Berlin für eine längere Zeit oder auch immer wieder zu besuchen.

Das neue Museum steht im Berliner Ortsteil Mitte und gehört als Teil der Museumsinsel zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das beeindruckende, im Stil von Klassizismus und Neorenaissance errichtete Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und erhielt anschließend in der damaligen DDR keine große Aufmerksamkeit. In der Zeit von 1999 bis 2009 wurde es dann durch den englischen Architekten David Chipperfield in einer vereinfachten Form wiederhergestellt.


Noch mehr Kultur in Berlin erleben

Berlin hat nicht nur im Bezug auf Museen viel zu bieten, sondern ist auch in fast allen anderen Bereichen reich an Kultur. So lohnt es sich zum Beispiel auch, eines der zahlreichen Theater zu besuchen, an denen die Zuschauer ein vielfältiges Programm geboten bekommen. Zu empfehlen sind unter anderem die folgenden Theater:

  • Berliner Ensemble
  • Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
  • Schaubühne am Lehniner Platz
  • Deutsches Theater
  • Maxim-Gorki-Theater
  • Renaissance-Theater
  • Theater des Westens
  • Theater am Potsdamer Platz

Das aktuelle Programm ist sowohl im Internet zu finden als auch bei den betreffenden Theatern selbst erhältlich. In Berlin können Theaterfreunde täglich gelebte Kultur entdecken und sich die verschiedensten Stücke ansehen.

Berlin – die Stadt der öffentlichen Verkehrsmittel

Wer einen Besuch in Berlin plant und sich verschiedene Kultureinrichtungen ansehen möchte, sollte dabei auf das Auto lieber verzichten. Parkplätze sind in Berlin nämlich rar, und auch der oft hektische Verkehr in der Stadt hält vom Genießen der Atmosphäre und vom Konzentrieren auf die Kultur ab. Berlin verfügt über ein sehr gutes Netz aus S-Bahnen, U-Bahnen und Bussen. Hier müssen Sie nicht lange auf die nächste Mitfahrgelegenheit warten, sondern kommen problemlos auch ohne Auto schnell zum gewünschten Ort. Gerade für Menschen, die zum ersten Mal in Berlin sind, empfiehlt es sich auch, einfach ein Ticket für die S-Bahn zu lösen und ein wenig durch die Stadt zu fahren. Bereits auf dieser Fahrt gibt es nämlich eine Menge zu entdecken.