Die wichtigsten Gaming-Trends 2021

Nicht nur für die Videospiele-Industrie war 2020 ein besonders ereignisreiches Jahr. Die Ausbreitung des Coronavirus hat die Welt komplett auf den Kopf gestellt und in manchen Ländern ein wirtschaftliches Desaster hinterlassen. Einige Bereiche wie die Gastronomie, die Reisebranche oder die Unterhaltungsbranche sind besonders stark betroffen. Restaurants, Hotels oder Kinos mussten beispielsweise wochen- oder gar monatelang schließen. Diese und andere Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen führten dazu, dass sich der Alltag und besonders die zwischenmenschlichen und sozialen Kontakte 2020 mehr und mehr ins Internet verlagerten. Die Menschen gingen virtuell per Skype Call oder Facetime aus, verabredeten sich zum Essen und tätigten auch ihre Einkäufe immer öfter im Internet.

Dies führte dazu, dass die gesamte Online Branche einen wahren Boom erlebte. Das trifft auch auf die Spielebranche zu, denn auch das Freizeitverhalten der Menschen wurde durch Lockdowns 2020 deutlich eingeschränkt. Eine steigende Nachfrage erlebte so ziemlich jeder Spielehersteller oder Veranstalter, egal, ob er Freispiele für Book of Dead anbietet oder eine Gruppe von Spielern auf ein virtuelles Schlachtfeld führt. Die größer gewordene Spieleranzahl brachte jedoch auch neue Trends in die Gaming Welt und einige von diesen werden uns auch im neuen Jahr 2021 begleiten. Wir haben uns bei den Nutzern und den Herstellern umgehört und wagen aufgrund der uns gegebenen Antworten einen Ausblick auf die Gaming-Trends 2021. Die wichtigsten dieser Tendenzen haben wir für Sie in diesem Artikel zusammengefasst.



Die mobilen Spiele haben sich endgültig durchgesetzt

Mit dem Aufkommen der Smartphones dauerte es nicht lange, bis die ersten mobilen Spiele auf diesen installiert werden konnten. Genau wie die Smartphones selbst wurden diese ersten Spiele ebenfalls von den Branchengrößen belächelt. Nun ja, einige Jahre später können wir behaupten, wer zuletzt lacht, lacht eben doch am besten. Smartphones wurden zu einem der wichtigsten Geräte im Alltag der Menschen, sie sind Terminkalender, mobiler Arbeitsplatz und eben auch eine kleine Spielekonsole und das alles in einem Gerät. Auch wenn die Spielebranche diese Entwicklung zunächst etwas unvorbereitet traf, hat sie mittlerweile auf diese neue Spielvorliebe der Nutzer reagiert und dies macht sich auch bei den Umsatzzahlen bemerkbar. Der Umsatz bei den mobilen Spielen betrug laut Statistiken 2020 ca. 84 Millionen Euro, im Jahre 2025 wird er schätzungsweise bereits auf 142 Millionen Euro wachsen und ein Ende dieses Trends ist nirgendwo in Sicht. Experten gehen daher davon aus, dass der Markt um ca. 11% pro Jahr wachsen wird, Sie dürfen sich also auf jede Menge neuer Spiele freuen!



Die Rechtslage wird sich in einzelnen Bereichen weiter verzerren

Für Spielehersteller sind sie eine schier unerschöpfliche Einnahmequelle und mittlerweile wohl fast schon unverzichtbar geworden – die Lootboxen. Im Grunde genommen sind diese Kisten nichts Neues, den Spielern waren sie natürlich von Anfang an ein Dorn im Auge. Auf die Spitze hat es jedoch EA bei Star Wars Battlefront II getrieben. Spieler konnten sich mit echtem Geld vorteilhafte Ausrüstungsgegenstände für den Mehrspielerkampf kaufen und der Sturm der Entrüstung vonseiten der Spieler ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Unter dem Druck der Öffentlichkeit nahm EA die Lootboxen wieder aus dem Spiel heraus, tat das aber zu spät, wie sich nachher herausstellen sollte. Die Debatte war bereits in vollem Gange und hat auch längst andere Spiele erreicht. Die niederländischen und belgischen Behörden stuften die Lootboxen von Counter-Strike: Global Offensive als Glücksspiel ein und zwangen den Hersteller Valve dadurch dazu, diese aus dem Spiel zu nehmen. Aber auch in Deutschland droht den Herstellern Ärger, denn auch hierzulande werden die Stimmen nach einem Verbot immer lauter.

eSports ist längst auf dem Weg, eine anerkannte Sportart zu werden

Bereits seit Jahren streiten sich die Menschen in Deutschland darum, ob der elektronische Sport oder auch eSport tatsächlich auch als solcher bezeichnet werden kann, oder ob es sich dabei lediglich um eine Modeerscheinung handelt. Während man also in der breiten Öffentlichkeit die Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern verfolgen kann, hat der eSport längst Nägel mit Köpfen gemacht. Es gibt mittlerweile Turniere und sogar Weltmeisterschaften zu allen möglichen Spielen vom Shooter bis zum Strategiespiel und natürlich auch Sportspielen. Eine immer größer werdende Anzahl an Spielern sind Profis, spielen also professionell Videospiele, haben sogar eigene Sponsoren. Mittlerweile verfügen sogar Vereine aus der Fußball-Bundesliga über eigene eSport Abteilungen und haben professionelle Spieler unter Vertrag. Natürlich wurde in Deutschland mit dem eSport Bund Deutschland e.V. auch eine eigene Interessenvertretung der Spieler gegründet. International gesehen ist eSport genau wie in Deutschland noch auf dem Weg zur Etablierung, lediglich einige wenige Länder haben eSports bisher als Sportart anerkannt.



2021 könnte das Jahr des Cloud Gaming werden

Die klassischen Spiele haben längst einen mächtigen Konkurrenten erhalten. Im Schatten der PCs und Konsolen wächst ein Ungeheuer heran, das den Gaming-Markt komplett auf den Kopf stellen könnte. Die Rede ist vom Cloud Gaming: Es könnte nicht nur die Spielehersteller, sondern auch die Hardware-Industrie schmerzhaft treffen. Die Idee hinter dem Cloud Gaming ist denkbar einfach, gespielt wird vollständig extern, also auf den Servern in einem Rechenzentrum eines Anbieters. Auf dem eigenen PC ist damit keinerlei Download oder eine Installation mehr notwendig. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass man als Spieler weder eine Konsole noch einen leistungsstarken PC benötigt - mit einem Abo und einem Notebook von der Stange können beim Cloud Gaming hochauflösende Spiele gespielt werden. Das gesamte Spielgeschehen wird über die hauseigene Internetverbindung an die externen Rechner verschickt und man erhält im Gegenzug die Datenpakete mit der weiteren Spielentwicklung, so einfach kann Gaming 2021 sein.

VR-Spiele drängen immer weiter in den Markt

Besonders in den letzten Jahren konnte man beobachten, wie immer mehr Hersteller sich der VR-Technologie zuwendeten. Dadurch gerieten die Preise unter Druck und mittlerweile können VR-Brillen im Set bereits für wenige Hundert Euro erworben werden. Es gibt zurzeit auch ein dementsprechend großes Angebot an Spieleplattformen, so setzten Playstation oder Nintendo mit ihren VR-Systemen den Platzhirsch Microsoft gehörig unter Druck. Immer weiter fortschreitende technologische Möglichkeiten machen die Plattformen ebenfalls erschwinglicher, denn die Anforderungen an PCs oder Konsolen sind längst nicht mehr so hoch, wie noch vor einigen Jahren. Immer mehr Spieler haben die vielen Vorteile von VR-Gaming für sich erkannt und dieser Trend wird auch 2021 anhalten, da sind wir uns sicher.