Im Dreieck – Eine Geschichte über Heiner Hinrichs

Heiner Hinrichs hat seine Spuren in Halle hinterlassen. Nicht nur, dass er als jüngster Bauleiter der DDR das Interhotel in Halle baute. Er war auch derjenige, der die neue Chemiestadt – Halle Neustadt – als Bauleiter mit hoch zog. So war Hinrichs für die Zweckbauten, wie die Schwimmhalle, die Zentralpolikliniken oder auch Kaufhallen verantwortlich. Im Enthusiasmus, den Sozialismus mit aufzubauen, eckte der von Preisen überhäufte Bauleiter jedoch immer wieder an. So baute er Kindergärten ohne Baugenehmigung, weil sie einfach gebraucht wurden. Bis er gar aus der Partei flog.

Dieser Mann ist das Thema von Uwe Manns Dokumentarfilm "Im Dreieck". Mario Schneider und Christoph Kukula von 42film aus Halle produzierten den Film, der keine Abrechnung mit der DDR und ihren Helden sein will. Vielmehr nimmt er sich Zeit, ein Stück DDR-Geschichte aus der Perspektive eines wechselvollen Lebens zu erzählen und bindet dabei Ausschnitte aus dem Defa-Film "Heiner Hinrichs – Protokoll eines Charakters" aus dem Jahr 1969 ein.

Selbstkritisch und humorvoll blättert Hinrichs seine Erinnerungen in "Im Dreieck" auf. Dazu gehört auch die Liebe zweier Frauen – eine klassische Dreiecksgeschichte.  Aufhänger der Dokumentation ist ein Umzug. Nach 40 Jahren  in seiner Wohnung in Halle Neustadt zieht der alte Bauleiter aus. Ein guter Anlass, den Blick zurück schweifen zu lassen…

Die Filmproduktionsfirma 42film mit Sitz in Halle wurde im Jahr 2004  gegründet. Den Stamm der Firma bilden heute die Produzenten Elke Goreczka und Christoph Kukula, der Regisseur Mario Schneider ist der Firma bis heute eng verbunden. 42film produziert Spiel- und Dokumentarfilme, die im Hier und Heute spielen.

(Nico Elste, Kulturfalter März 2014)

Trailer: Im Dreieck