Üben, üben, üben und Spaß

Musiker Peter Maffay und Kultusministerin Brigitta Wolff übernahmen die Schirmherrschaft des 15. Jugendmusikfestes in Sachsen-Anhalt. Der rockige Sound eines Peter Maffay und das Volkslied „Bunt sind schon die Wälder“ mögen auf den ersten Blick nicht viel Gemeinsames haben. Doch der Musiker, Echo-Preisträger und engagierte Mensch Peter Maffay wäre nicht er selbst, wenn er nur davon die Anfrage des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt anhängig gemacht hätte. Dieser bat den Künstler, neben der Kultusministerin die Schirmherrschaft des Jugendmusikfestes zu übernehmen. Wir sprachen mit dem Sänger über sein Engagement.

Kulturfakter: Herr Maffay, was machte das Jugendmusikfest für Sie glaubwürdig genug, um dessen Schirmherr zu sein?

Peter Maffay: Jugend und Musik. Das ist die beste Konstellation, die man sich vorstellen kann.

Echo-Preisträger Peter Maffay – ist diese Anrede für Sie Reduktion oder Ehrung?

Es ist eine Motivation, den eingeschlagenen Weg zügig weiterzuverfolgen und die Möglichkeiten der Musik, die Plattform anderen Unternehmungen, beispielweise unserer Stiftung zur Verfügung zu stellen. Begegnungen sind überaus wertvoll. Sie hören nie auf.

Als Kind lernten Sie Geige, fanden zur Musik. Was geben Sie den jungen Wilden als erfahrener Musiker mit auf den Weg?

Üben, üben, üben.

Worum sollte es gehen beim Musizieren?

Um Disziplin, gepaart mit Spaß.

Ist Erfolg für Sie ein erstrebenswertes Lebensmotto?

Erfolg und Bestätigung erzeugen Drehmoment und können die Entwicklung fördern.

Wie berühren den Rocker und Weltmusiker Peter Maffay klassische Kompositionen? Prägten, prägen sie Ihr musikalisches Weltbild?

Solange man sich davon nicht allzu abhängig macht.

Mit Ihnen ist Brigitta Wolff Schirmherrin des Festes.Woran würde der Musiker die Ministerin gern erinnern, wenn es um den (musikalischen) Nachwuchs unserer bunten Republik geht?

Jeder junge Mensch, der Zugang zur Musik hat, besitzt den Schlüssel zu vielen zusätzlichen „Türen“ im Leben. Und er verfügt über eine Weltsprache mehr.

Sie haben ganz sicher auf Ihrer Finca einen Baum gepflanzt, Sie haben einen Sohn gezeugt, und nun liegt Ihre eigene Biographie als Buch vor. Drei Dinge, die ein Mensch im Leben tun sollte. War’s das jetzt??

Sieht es so aus?

Gemessen an Seite 386 Ihrer Biografie: Nein.Eine letzte Frage: Was hätte der Musiker Peter Maffay am meisten vermisst, wenn der kleine Drache Tabaluga den Unterricht seines Vaters nicht geschwänzt hätte, wenn er nicht losgeflogen wäre?

Die Begegnung mit den kleinen Menschen, den Kindern. Sie sind das Wertvollste, das ich kenne.

Herr Maffay, vielen Dank für das Gespräch!
(Martin Große, Kulturfalter September 2010)  

 

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