Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e.V. und der 1. Hallesche Drachenbootverein e.V. möchten auch in Halle (Saale) und Umgebung das Projekt „Paddeln gegen Brustkrebs“ etablieren.

Das Paddeln im Drachenboot eignet sich ideal als Rehabilitationssport für Brustkrebsbetroffene. Die Idee dazu hatte der kanadische Sportmediziner Dr. Don McKenzie im Jahr 1996. Vor allem in den USA und Kanada wird die Aktion unter dem Namen „Pink Paddling“, teilweise auch „breaststrokers“ genannt, bereits langjährig erfolgreich betrieben.

In Deutschland ist das „Pink Paddling“ erst seit wenigen Jahren auf dem Vormarsch. Wir finden, es sollte noch mehr Gehör finden. Denn mit mehr als 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Brustkrebs bundesweit die häufigste Krebserkrankung beim weiblichen Geschlecht und wird allein in Sachsen-Anhalt bei rund 2.600 Frauen und 35 Männern jährlich festgestellt. Während früher den Betroffenen Schonung nahegelegt wurde, ist sich die Medizin heute sicher, dass Bewegung und Sport sich positiv auf die Therapien auswirken.

Insbesondere die Paddelbewegung unterstützt die natürliche Lymph-Drainage und verringert damit Lymphödeme. Nicht zu vergessen ist die soziale Integration nach der Therapie, gern auch gemeinsam mit dem Partner, mit dem Motto: „Wir sitzen alle in einem Boot“ Aktuell werden die Flyer gedruckt und anschließend in den onkologischen Praxen sowie in den Krankenhäusern "St. Elisabeth und St. Barbara" und dem "Universitätsklinikum Halle (Saale)" verteilt.
Bis sich eine eigene Trainingsgruppe für die „Pink Paddler“ gefunden hat, können die ersten Erfahrungen in den Trainingszeiten der Ghostdragons gesammelt werden. Interessenten finden alle Kontaktdaten unter www.drachenboot-halle.de.