Erste Gewinner der Monstronale gekürt

Im Rahmen des 6. Internationalen Monstronale Fesitvals wurden am 12. April im gut gefüllten Großen Saal des Puschkinhauses die besten dokumentarischen Kurzfilm des Wettbewerbs "Shortdocs" gekürt.

Insgesamt buhlten neun Kurzfilme um die Stimmen der Jury und des Publikums. Auch Oberbürgemeister Dr. Bernd Wiegand war vor Ort und wurde von Moderator Malte Rosskopf für ein kurzes Begrüßungsgespräch interviewt.

Der mit 600,- € dotierte, von science2public gesponserte Jurypreis ging an den Filmemacher Samuel Pattey aus der Schweiz, der mit seiner animierten Dokumentation „Travelogue Tel Aviv“ die Jurymitglieder Dr. Steffi Ebert (Medienwissenschaftender Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Thomas Jeschner (Sunday Filmproduktion) und Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn (Fraunhofer IMWS) überzeugte. Patteys Film basiert auf Eindrücken, die er während eines Auslandssemester in Tel Aviv gesammelt hat. Durch unzählige Zeichnungen lernte er seine facettenreiche Umgebung kennen, verstand es sich auf diese einzulassen und sie zu analysieren. Nach Abschluss seiner Reise kombinierte er die vor Ort gesammelten auditive Eindrücke und Zeichnungen und montierte und animierte diese in spannungsreichem Wechselspiel. Die Jury zeigte sich begeistert: „Der Film ist ein facettenreicher Animationsdoc über ein Leben in Extremen. Eine Reise, die Lust auf mehr macht und die dramaturgische und gestalterische Möglichkeiten des Genres klug einsetzt.“

Den mit 400,- € dotierten, ebenfalls von science2public gesponserten, Publikumspreis gewann mit klarem Abstand zu den anderen Filmen Hu Jinghuan aus China mit seinem Kurzfilm „Yiyis moving castle“. Der Film begleitet eine alleinerziehenden Taxifahrerin, die ihr dreijähriges Kind täglich, oft auch nächtlich, mit zu ihrem Arbeitsplatz nehmen muss. Festivalleiter Christian Schunke zeigte sich zufrieden angesichts des großen Interesses und der Begeisterung des Publikums, für das der gestrigen Abend nicht nur mit neun Kurzdokumentationen, sondern auch mit Interviews mit den anwesenden Filmemacher*innen Ivan Djambov und Sophie Linnenbaum, sowie einer Videobotschaft von Filmemacher Hu Jinghuan aufwartete.