Kupferbergbau im Harzvorland

Im Mitterberger Gebiet im Salzburger Land wurde schon vor über 3.000 Jahren systematisch Kupferbergbau betrieben. Bergbau-Spezialisten legten große Bergwerke an, zahlreiche Verhüttungsplätze in der Umgebung beweisen, dass man auch wusste, wie man aus dem Kupfererz das begehrte Metall gewinnen konnte. Das Mitterberg-Kupfer wurde in fast ganz Europa verhandelt. Die Himmelsscheibe wurde also aus Kupfer hergestellt, dass rund 600 km Weg hinter sich hatte. Warum? Es hätte näher gelegene Lagerstätten gegeben. So prägen mannigfaltige geologische Erscheinungen und zahlreiche Halden des ehemaligen Kupferbergbaus noch heute das Landschaftsbild im südöstlichen Harzvorland. Die Bergbauaktivitäten lassen sich hier zwar nicht so weit zurückverfolgen wie in den Ostalpen, dennoch war der Bergbau in der Region in den vergangenen Jahrhunderten von großer Bedeutung. Zu Gast in der Arche Nebra ist Dr. Stefan König vom Verein Mansfelder Berg- und Hüttenleute e.V. Der ehemalige Bergmann und Montangeologe stellt anhand ausgewählter Haldenlandschaften die Geschichte der verschiedenen Bergbaureviere, insbesondere Mansfeld und Sangerhausen, vor. Historische Fotos zeigen zum Beispiel, dass noch im 20. Jahrhundert mit ganz ähnlichen Stütztechniken beim Bau der Bergwerke und Vorantreiben der Stollen gearbeitet wurde, wie es bereits aus den bronzezeitlichen Bergwerken etwa im Salzburger Land bekannt ist.

Im Anschluss an Dr. Stefan König referiert Henning Rost über das Mansfelder Hüttenwesen. Der Diplom-Ingenieur aus Siersleben beleuchtet insbesondere die technologischen Feinheiten der Verhüttung. Die Gewinnung von Kupfer aus Kupferschiefer ist ein sehr komplexer Vorgang. Im Laufe der Jahrhunderte erweitere und verfeinerte sich das Wissen um den Verhüttungsprozess stetig. So entwickelte man zum Beispiel im Mansfelder Land schon früh metallurgische Verfahren zur Trennung von Kupfer und Silber, die im Mansfelder Erz vergesellschaftet vorkommen. Die Funde aus den bronzezeitlichen Bergwerken und von den Verhüttungsplätzen im Ostalpenraum – zum Teil in der Sonderschau „Aus der Tiefe geboren“ zu sehen – zeigen, dass man den komplexen Verhüttungsprozess bereits in der Bronzezeit perfekt beherrschte.

www.himmelsscheibe-erleben.de



Arche Nebra, An der Steinklöbe 16, Tel. 034461 25 52 20, www.himmelsscheibe-erleben.de

23.08.2017: 18.00 bis 20.00 Uhr
  • 8 Euro / Vortäge einzeln jeweils 4 Euro

Arche Nebra

034461-2552-20
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An der Steinklöbe 16
06642 Wangen