Hals über Kopf 2
Hals über Kopf 2, (Foto: © Promo)

Hals über Kopf

Ein Zeitenfenster öffnet sich – zwei Schauspielerinnen und zwei Schauspieler stürzen sich Hals über Kopf hindurch und finden sich als zwei Nonnen und zwei Mönche wieder. Das Verhältnis zu Gott wird neu gedacht, alte Autoritäten werden in Frage gestellt und die Klöster werden aufgelöst. Und – sie heiraten! Ottilie von Gersen heiratet Thomas Müntzer, Katharina von Bora heiratet Martin Luther. Das war neu, das hatte die Welt noch nicht gesehen! Soweit ähneln sich die Lebenswege der beiden Reformationspaare. Aber dann: Während Luther seine Erneuerung als eine innerliche Bewegung begreift, will Müntzer das Reich Gottes auf Erden errichten, ohne weltliche Macht. Stattdessen: Basisdemokratie mit spirituellen Obertönen! Erstaunlich, sogar Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit vernimmt man als Ideen und Schlachtrufe am Horizont der Ereignisse. Müntzer schließt sich dann auch konsequent den revoltierenden Bauern an, setzt sich sogar an ihre Spitze. Luther sieht seine Reformation in Gefahr und schreibt grausame Brandbriefe. Das blutige Finale des Bauernkrieges scheint unausweichlich. Hals über Kopf ist eine Theater-Reise aus der Gegenwart in die Vergangenheit und wieder zurück. Es wird gestritten, geliebt, gehasst, aneinander verzweifelt und um eine bessere Welt gerungen. Choräle werden gesungen, derbe Flüche ausgestoßen, Hiebe ausgeteilt. Kompromisslosigkeit zieht tiefe Furchen, kein Auge bleibt trocken. Damals wie heute begegnen die gleichen brennenden Fragen: Ist eine gerechtere Welt machbar? Ist Gewalt legitim, um sie zu erreichen? Hat Gott noch irgendetwas damit zu tun? Hat das Patriarchat ausgedient? Wie gestalten wir die Geschlechterverhältnisse neu? Das Ringen geht weiter, kein Ausweg in Sicht – oder doch?

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