Die Befristeten - Studierendentheater der Uni Halle

Der AUGENBLICK ist in Canettis DIE BEFRISTETEN der Moment, der Atemzug, die kleine Weile in der ein Mensch stirbt. Der Augenblick der Befristeten ist jener, der Zeit ihres Lebens bereits vorbestimmt ist. Bereits mit der Geburt, wird der Mensch mit der Anzahl seiner Lebensjahre konfrontiert. Canetti erfindet in seiner Sozialutopie eine Welt, in der man über Lebensdauer wie über Geld oder Besitz verfügt. Wer viel hat, kann viel verschwenden - wem wenig bleibt, der versucht das Beste aus dem Wenigen herauszuholen. Die Befristeten bewegen sich statisch umeinander, um ihren Augenblick, herum. Die Individualität einer Person ist abhängig vom vorbestimmten Lebensalter. Das Wissen über das eigene Ende, wiegt die Menschen zwar in Sicherheit macht sie jedoch auch stumpf. Wie bedeutsam ist Tod, wenn man um ihn weiß? 19 Spielerinnen und Spieler des Studierendentheaters der Martin- Luther- Universität Halle haben sich an Canettis Gedankenspiel orientiert und treiben das Hirngespinst weiter. Dabei entstand eine eigene Fassung frei nach Canettis Vorlage. Was bedeutet Leben in der Zukunft, wie bestimmbar oder aufhaltbar ist der Tod? Wie nah ist die Unsterblichkeit? DIE BEFRISTETEN zeigt ein Gedankenkonstrukt in der das Ungewisse und Ungefähren des „eigenen Augenblicks“ in die menschliche Ordnung überführt und transparent wird.

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25.04.2017: 20.30 bis 21.30 Uhr
26.04.2017: 20.30 bis 21.30 Uhr

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