Groovin Bodies
Groovin Bodies, (Foto: © Anna Kolata)

KostProbe zu: Werther oder ich werde geliebt, also bin ich.

Ein Selbstmord aus Liebe! Ein wahrer Kult bricht aus nach Erscheinen von Goethes »erstem Bestseller der deutschen Literatur« um dessen Hauptfigur Werther. Es geht um mehr als die Geschichte eines unglücklich Liebenden. Werther, das ist das Prinzip der unbedingten romantischen und weltverschlingenden Liebe. Diese erscheint heute vor allem fremd und verstörend, da Liebe in erster Linie als serielles Mittel der Selbstverwirklichung gelebt wird. In seinem neuen Ballett spürt Ralf Rossa ohne Happy End dem Abgrund des romantischen Liebesverständnisses – dem Prinzip Werther – nach. Es darf grässlich enden, es muss grässlich enden auf der Bühne, wo man machen kann, was im Leben nicht möglich ist. Michael Wendeberg dirigiert für diese Tanzentrückung eine Collage, die u.a. um romantische und zeitgenössische Musik kreist.

Jochen Ulrichs Tanzstück erzählt »Lulu« nach Frank Wedekind als Geschichte einer lebenshungrigen, freiheitsliebenden, jungen Frau. Magnetisch zieht sie die Aufmerksamkeit aller Männer auf sich. Die Musik des italienischen Komponisten Nino Rota, die er für Filme von Visconti und Fellini schrieb, untermalt die Welt der Zirkusarena ebenso wie die kraftvollen dramatischen Momente und gibt dem Ganzen eine verführerische Leichtigkeit.

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06.04.2017: 19.30 bis 21.00 Uhr

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