Alexej von Jawlensky: Heilandsgesicht: Ruhendes Licht, 1921
Alexej von Jawlensky: Heilandsgesicht: Ruhendes Licht, 1921, (Foto: © Museum Wiesbaden)

Alexej von Jawlensky | Georges Rouault. Sehen mit geschlossenen Augen

Unter dem Titel „Sehen mit geschlossenen Augen“ präsentiert das Kunstmuseum Moritzburg weltweit zum ersten Mal in einer gemeinsamen Ausstellung die OEuvres zweier bedeutender Expressionisten: des in Deutschland und der Schweiz wirkenden gebürtigen Russen Alexej von Jawlensky (1864–1941) und des Franzosen Georges Rouault (1871–1958). Der Fokus der Ausstellung liegt auf den Figurenbildern und Gesichtern, bei denen besonders auffallende Parallelen zu beobachten sind und die in beider Schaff en unabhängig voneinander eine zentrale Rolle spielen und in serieller Weise bearbeitet wurden. Über die insistierende Befragung des Menschenbildes, das beide Künstler im Formalen zur strukturellen Verdichtung und an die Grenze zur Abstraktion und im Inhaltlichen zu einer Verinnerlichung und Vergeistigung führte, fanden Jawlensky und Rouault nicht nur eine jeweils eigene bildnerische Ausdrucksweise, sondern auch eine einzigartige Verbindung von aktueller Kunst und ursprünglichem religiösem Empfinden.

Die Ausstellung vereint mehr als 100 Werke aus öff entlichen und privaten Sammlungen in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Russland, Großbritannien und den USA. Nach den umfangreichen Ehrungen Alexej von Jawlenskys in Deutschland anlässlich seines 150. Geburtstages im Jahr 2014 präsentiert diese neue Ausstellung Jawlenskys Arbeiten gemeinsam mit dem Werk Georges Rouaults, das erstmals seit 1983 wieder in Deutschland zu sehen ist. Die besondere Gegenüberstellung beider Künstler bietet die einmalige Gelegenheit, das Werk zweier exzeptioneller Expressionisten kennenzulernen, die sich religiösen Fragen mit den Mitteln der modernen Kunst widmeten. Diese Schau in der Moritzburg steht unter der Schirmherrschaft des Botschafters der Französischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, S. E. Philippe Etienne, und findet mit Unterstützung des Musée National d’Art Moderne im Centre Georges Pompidou, Paris, der Fondation Georges Rouault, Paris, und der Alexej von Jawlensky Archivio S.A., Locarno, statt. Parallel zur Ausstellung zeigt der Kunstverein „Talstrasse“ in seiner Kunsthalle unter dem Titel „Georges Rouault. Die Realität des Lebens“ einen repräsentativen Überblick über das druckgrafi sche Schaff en des Künstlers, darunter den epochalen 58-teiligen Lithografi e-Zyklus „Miserere“.

https://www.jawlensky-rouault.de/



Kunstmuseum Moritzburg, Friedemann-Bach-Platz 5, Tel. 0345/ 212 59 0, www.kunstmuseum-moritzburg.de

19.03.2017 bis 25.06.2017

jeweils
So.: 10.00 bis 18.00 Uhr
Mo.: 10.00 bis 18.00 Uhr
Di.: 10.00 bis 18.00 Uhr
Do.: 10.00 bis 18.00 Uhr
Fr.: 10.00 bis 18.00 Uhr
Sa.: 10.00 bis 18.00 Uhr

Stiftung Moritzburg

0345/ 212 59 53
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Anfahrt:

Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle


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