Christian von Treskow
Christian von Treskow, (Foto: © Dorien Thomson)

Frankenstein

»Wenn ich nicht Liebe finde, ist Hass und Verbrechen mein gutes Recht.« Hören wir heute den Namen »Frankenstein« denken wir an ein grünes, hochstirniges Monster mit schraubenförmigen Stromanschlüssen am Hals, das seinen ausgestreckten Armen folgend umher irrt und Menschen anfällt. Doch der tatsächliche Frankenstein aus Mary Shelleys gleichnamigem Roman ist ein ambitionierter Wissenschaftler, der etwas zu nachlässig ein eigenes Geschöpf kreiert und sich dann enttäuscht abwendet von der unzulänglichen Erfindung. Das namen- und ichlose Scheusal sucht daraufhin verzweifelt Kontakt zu den Menschen und beobachtet deren Umgang miteinander. Bald lernt es zu denken und zu fühlen. So entsteht der unbändige Wunsch nach Liebe und Zweisamkeit in ihm. Doch Viktor Frankenstein versagt der sehnsüchtigen Kreatur jede Aufmerksamkeit und macht es so erst zu dem berühmt berüchtigten Monster, das Rache an der Menschheit verüben wird. »Frankenstein« erschien erstmals 1818 und beschreibt die Genese der menschlichen Seele, noch bevor Sigmund Freud Ende des 19. Jahrhunderts zu Werke schreitet. »Frankenstein« ist Psychoanalyse, Science Fiction, Krimi, düstere Romantik und Expeditionsreise zugleich. Eine Geschichte über Forscherideale, Größenwahn und Schöpfungsmythos, deren dringende Themen sich heute auf den Gebieten der Gentechnologie und Ethik wiederfinden.

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