Arkadi Marasch
Arkadi Marasch, (Foto: © Bühnen Halle)

4. Klassisches Erbe

In der Spielzeit 2016/17 beschäftigt sich die Staatskapelle Halle mit dem Thema »Glauben?« 1785 komponierte Haydn das Orchesterwerk »Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze« in kirchlichem Auftrag für die sehr theatralische Ausgestaltung einer mehrteiligen Predigt des Bischofs von Cadiz, der über die sieben, in den Evangelien unterschiedlich überlieferten letzten Sätze des sterbenden Jesus am Kreuz sprach. Haydn schrieb sieben rein instrumentale langsame Sätze mit einem Prolog und einem aufgewühlten kurzen Erdbeben-Finale, und das Ergebnis gefiel ihm so gut, dass er es mehrfach recycelte, u.a. arbeitete er es in eine einstündige und damit sehr ausgedehnte Streichquartettfassung um. Im 4. Klassischen Erbe erklingt die Originalversion – kombiniert mit Mozarts »Maurerischer Trauermusik« von 1785, die als sein größtes freimaurerisches Werk gilt. Mozart brachte es in der Loge »Zur gekrönten Hoffnung« anlässlich einer Trauerfeier für zwei verstorbene Logenmitglieder zur Uraufführung. Außerdem spielen der Konzertmeister Arkadi Marasch und die Schweizer Pianistin Ariane Haering die Soloparts im Doppelkonzert d-Moll für Violine und Klavier von Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein selten gespieltes Werk, dessen Kopfsatz mit seinem dramatischen Schwung und seiner Emphase an Beethoven gemahnt, dessen lyrisches Adagio jedes Ohr verzaubert und dessen Finale an Bach geschulte kontrapunktische Kompositionsfertigkeit verrät.

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26.02.2017: 16.00 bis 18.00 Uhr

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