Start ins Berufsleben: Tipps für den ersten Business-Anzug

(Foto: Abiball, Karsten Planz, Flickr)

Die Herrenmode scheint in der Krise zu stecken: Sneaker statt Budapester, Hemd und Jeans statt Anzug und Krawatte – und das bis in die Chefetagen. Doch in vielen Berufen herrscht noch immer Anzugpflicht – und dabei können unerfahrene Anzugträger, die frisch aus der Schule oder von der Uni kommen in so manches Fettnäpfchen treten. Unser Ratgeber zeigt, wie es richtig geht.

Nicht jeder Anzug ist für jeden Figurentyp geeignet

Die Auswahl des richtigen Business-Outfits beginnt bei Herren mit der Wahl des Anzugs. Schon hier lauern die ersten Fallstricke, denn nicht jeder Anzug passt zu jedem Figurentyp: Dieser Artikel der Karriere-Bibel empfiehlt beispielsweise Männern mit großem und schlanken Körperbau, eher auf Nadelstreifen zu verzichten und ein Anzugsakko mit schmalem Revers und mindestens drei Knöpfen zu wählen. Wer hingegen eher klein und kräftig ist, setzt auf ein Zweiknopfsakko und verzichtet auf jegliche Muster. Achtung: Der unterste Knopf des Sakkos wird in jedem Fall offen gelassen!



Hemden richtig kombinieren

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt ein einfarbiges Hemd in dezenten Farbtönen. Weiß ist der Klassiker, Blautöne ebenfalls, Grau oder Schwarz gehen bei richtiger Kombination mit dem Anzug aber auch. Muster sind erlaubt – allerdings in Maßen und nur richtig kombiniert. So wählt man bei einem gemusterten Anzug ausschließlich ein einfarbiges Hemd. Auch zu beachten ist, dass stark gemusterte Hemden schnell Freizeitcharakter bekommen, was in vielen beruflichen Umfeldern mit strengeren Dresscodes ungeeignet ist. Daher der Tipp: Wer Hemden für die Kombination mit einem Anzug kauft, schaut sich in der entsprechenden Kategorie bei Anbietern wie Walbusch am besten direkt nach "Business-Hemden" um.



Accessoires und Schuhe farblich abstimmen!

Braune Schuhe und schwarzer Gürtel? Dazu eine Smartwatch mit sportlichem Gehäuse und Kautschukarmband? Genau so sollten Accessoires zum Anzug niemals kombiniert werden! Selbst wenn alle Stücke für sich genommen schick und elegant sein sollten, erst in der richtigen farblichen Kombination runden sie das Outfit ab. So sollten Gürtel und Schuhe immer die gleiche Farbe aufweisen. Allerdings gibt es auch dann noch Fallstricke. So rät der Stilexperte Andreas Rose gegenüber der Süddeutschen Zeitung: "Krokoleder am Fuß und an der Taille ist einmal Kroko zu viel". Achtung: Schuhe sollten nicht nur zum Gürtel passen, sondern auch gepflegt aussehen. Wer ein perfekt kombiniertes Outfit mit zerschlissenen Schuhen trägt, fällt ebenfalls negativ auf. Schmuck sollte dezent sein: Ehering, Armbanduhr und Manschettenknöpfe – mehr nicht! Bei der Uhr dürfen auch individuelle Akzente gesetzt werden, jedoch in Maßen: Allzu sportliche und knallige Modelle sollte man meiden. Einstecktuch und Krawatte wollen ebenso wohl bedacht sein. Hier gilt: Beide haben niemals das gleiche Muster! Stattdessen setzt man mit dem Einstecktuch noch einen anderen (aber dezenten!) Akzent.

 

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