Happy Birthday, Maestro Händel!

Happy Birthday Händel mit der Staatskapelle Halle (Foto: Promo)

Der Geburtstag von Halles größtem Sohn wird in Halle natürlich jedes Jahr ausführlich gefeiert. Neben der jährlichen Aufführung des Messias gibt es aber noch weitere Höhepunkte. Zu Ehren des Geburtstages gibt es ein auserlesenes Kammerkonzert, sowie die feierliche Eröffnung derJahresausstellung „Echt oder Fake? – Bei uns ist alles original“ in Händels Geburtshaus. Hier ein kleiner Überblick über die Feierlichkeiten.


Hallelujah und Amen

Am 25. Februar wird der 332. Geburtstag von Georg Friedrich Händel mit einer Aufführung des Oratorium Messiah in der Händel-Halle gefeiert. Wie es schon Traditionist, finden sich dafür über 400 Sängerinnen und Sänger aus nah und fern zusammen. Der Chor wird ergänzt durch die Staatskapelle Halle sowie Solisten von internationalem Rang. Freuen kann man sich auf diese besondere Darbietung des Werkes mit vielen Höhepunkten wie das „Hallelujah“ oder den dramatischen Schlusssatz des „Amen“. „Happy Birthday Händel“ ist ein dreitägiges Fest zu Ehren Händels, welches neben der Messiah-Aufführung ein Chorkonzert „Chorklänge aus nah und fern“ präsentiert. Hier treten die teilnehmenden Chöre am Freitagabend auf.

www.happy-birthday-haendel.de, Termine: „Geburtstagsständchen am Händeldenkmal“, am 23.2. um 17 Uhr, Händeldenkmal; „Chorklänge aus nah und fern“ am 24.2. 19.30 Uhr, Konzerthalle Ulrichskirche (Eintritt frei); „Messiah“ am 25.2. um 19.30 Uhr, Händel-Halle

Die Zauberinsel - Geburtstagskonzert

Händelhaus Collegium Marianum (Foto: Petra Hajska)

Nur zwei Komponisten verzauberten mit ihrer Musik die Engländer so sehr, dass man sie mit dem Ehrentitel „Orpheus britannicus“auszeichnete: Henry Purcell und der in Halle geborene Georg Friedrich Händel, der seit 1710 in England lebte. Werke beider Komponisten stehen im Mittelpunkt des Konzertes, das vom Prager Ensemble Collegium Marianum am 18. Februar frisch und lebendig auf Originalinstrumenten gestaltet wird. Mit dabei ist die junge tschechische Sopranistin Hana Blažíková, die mit ihrer wunderbar warmen und samtig-weichen Stimme bezaubert und in den letzten Jahren mit bedeutenden Dirigenten wie Ton Koopman und Philippe Herreweghe zusammengearbeitet hat. Im Jahr 2011 debütiertesie in der Carnegie Hall in New York.

www.haendel-haus.de, Tickets: 15 Euro, ermäßigt: 10 Euro

Echt oder Fake?

Die neue Jahresausstellung „Echt oder Fake? – Bei uns ist alles original“ beschäftigt sich vom 24. Februar bis 14. Januar 2018 mit allen Sammlungsbereichen der Stiftung Händel-Haus. Es geht um den Themenkomplex Original, Kopie, Nachempfindung und Fälschung. Was ist ein Original? Wann hört ein Original auf, original zu sein? Wann beginnt eine Nachahmung oder gar eine Fälschung? So wirft bereits der sogenannte Händel-Schrank, der seit 1985 in der Dauerausstellung steht, entsprechende Fragen auf. Tischlermeister Thomas Adolphi hatte ihn für das Händel-Haus hergestellt und orientierte sich beim Bau des massiven Schrankes am englischen Möbelbau des Barock. Ein anonymer Druck aus der Zeitung „Illustrated London News“ von 1842, der Händels Bücherschrank mit den im Testament erwähnten Musikalien beschrieb, diente dem Restaurator als Vorbild. Ein Original von Thomas Adolphi, eine Kopie, oder doch ein filigraner Täuschungsversuch? Bei der Frage „Kann ein Original aufhören, original zu sein?“ kommt auch das Geburtshaus selbst ins Spiel: Mit seinem gelben Fassadenanstrich und dem markanten Mansarddach ist es aus dem Stadtbild Halles nichtwegzudenken. Doch hatte das Gebäude dieses Erscheinungsbild bereits zur Händel-Zeit? Wie viel originale Bausubstanz können wir heute noch entdecken? Das Thema ist auch vom 26. Mai bis 11. Juni Gegenstand der Händel-Festspiele 2017 unter dem Motto „Original? – Fälschung?“.

www.haendel-haus.de, www.echt-oder-fake.de, Zusätzlich zur Ausstellung gibt es noch eine Postkartenaktion. Alle Infos gibt es hier: www.echt-oder-fake.de/mitmachen