12. Auflage des internationalen Jazzfestivals „Women in Jazz"

Das einzige europäische Festival, welches der kreativen weiblichen Jazzszene vorbehalten ist, gibt es nun schon seit über zehn Jahren. "Women in Jazz" fand erstmals im Jahr 2006 in Halle statt. Nach dem überragenden Erfolg der ersten Auflage wird das Festival jährlich durchgeführt. Die zwölfte Auflage des Jazzfestivals „Women in Jazz“ findet vom 22. April bis 1. Mai 2017 statt.

Das Festival entstand als Reaktion auf die zunehmende Emanzipation der Jazzmusikerinnen in der internationalen Jazzszene. Dabei kommt es den Festivalgestaltern darauf an, die durch Kreativität und künstlerische Qualität geprägten, und durch Jazzmusikerinnen bestimmten Jazzprojekte, auf dem Festival zu präsentieren. Unter diesem Aspekt gehört die zur Normalität gewordene Zusammenarbeit mit männlichen Jazzmusikern auch auf dem Festival zum Alltag. Dabei wird der zeitgenössische Jazz in seiner multikulturellen, wie inhaltlich-gestalterischen Vielfalt präsentiert. Künstlerinnen aus allen Kontinenten waren bereits Gäste des Festivals. Künstlerischer Ausgangspunkt für das Festival ist die durch europäische Jazzmusikerinnen geprägte Entwicklung des Jazz.

Unter dem Motto „Triple A – Jazz aus Amerika, Afrika und Asien“ kann sich das Publikum 2017 auf eine spannende Mischung verschiedener Jazzmusikerinnen freuen, die musikalische wie geografische Grenzen sprengen werden. Das Eröffnungskonzert wird von der amerikanischen Jazzsängerin Lisa Simone, Tochter der großen Nina Simone, in der Georg-Friedrich-Händel-Halle gestaltet. Auch die Georgenkirche Halle wird wieder zum Schauplatz des Festivals. Eingeladen sind das Naqsh Duo aus dem Iran, das mit Gitarre und Klarinette ihr gefeiertes Album „Narrante“ vorstellt, sowie das Free-Jazz-Duo Two For Two mit der japanischen Grande Dame Aki Takase am Klavier und  dem niederländischen Perkussionisten Han Bennink. Und dem Festivalmotto Triple A finden drei Doppelkonzerte in der Oper Halle statt. Auf der Bühne stehen die koreanische Solo-Pianistin Younee und die marokkanische Sängerin Oum, die Mosambikanerin Isabel Novella und die US-Amerikanerin Mshell Ndegeocello – beides Sängerinnen – sowie die amerikanische Saxofonistin Tia Fuller und die kubanische Sängerin Addys Mercedes. Alle eingeladenen Künstlerinnen stehen für absolute musikalische Eigenständigkeit und das Aufbrechen der gängigen Genres.

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