Bei mir muss immer Blut fließen

Schon einige Bücher von Stephan Ludwig wurden verfilmt. (Foto: promo)

Stephan Ludwig ist ein bekannter Rundfunkproduzent und Besitzer eines eigenen Tonstudios in Halle und seit 2012 auch erfolgreicher Krimi-Autor und Verfasser der Claudius-Zorn-Reihe. Im zweiten Teil der Zorn-Trilogie (Zorn – vom Lieben und Sterben) gab es wieder einen neuen rätselhaften Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und seinen dicklichen Kollegen Schröder. Diesmal geschahen einige Morde gezielt innerhalb einer Clique Jugendlicher, die auf den ersten Blick, so scheint es, keinerlei Gemeinsamkeiten aufweisen. Doch der erste Eindruck täuscht, wie die beiden Polizisten im Laufe der Zeit noch herausfinden werden. Alles kommt anders als vorerst gedacht. Auf der Leipziger Buchmesse 2013 haben wir Stephan Ludwig zu seinem neuen Teil der Zorn-Reihe und zu seinem jetzigen Leben als Krimi-Autor befragt.

Kulturfalter: Woher haben Sie die Ideen für Ihre Thriller?

Stephan Ludwig: Die Ideen habe ich, wenn ich einfach durch die Stadt laufe. Oder aber auch nachts, wenn ich schlafe. Ich träume sehr viel und verarbeite das dann in meinen Geschichten.

Wie kamen Sie zum Schreiben von Büchern?

Bei mir passierte das wirklich zufällig, so wie ich früher zufällig Musik gemacht habe und zufällig zu meinem eigenen Tonstudio kam, so kam ich auch zufällig zum Schreiben von Krimis.

Und was hat Sie dazu bewegt, gerade in das Genre der Kriminalistik einzusteigen?

Ich habe einfach das gewählt, was mir persönlich am meisten Spaß macht. Und das sind nun mal die Krimis, ich selbst lese sie auch sehr gerne.

Inwiefern hat sich Ihr Leben nach der Veröffentlichung des ersten Buches und dem daraus resultierenden Erfolg verändert?

Groupies rennen mir die Türen ein, ich hetze von einem Fernsehauftritt zum nächsten. (grinst) Nein, eigentlich hat sich bei mir nicht viel verändert. Das Schöne ist, dass ich mir meine Zeit für die Dinge selbst einteilen kann und somit das machen kann, was mich glücklich macht.

Halle hat in Deutschland leider allzu oft einen eher negativen Ruf. Wieso lassen Sie die Morde gerade hier geschehen?

Es ist ja nicht Halle direkt, was ich als Schauplatz verwende, sondern eine fiktive Stadt. Nur die Namen der Schauplätze wie Nordbad oder Marktkirche. Aber diese Plätze gibt es ja in vielen Städten.

Planen bzw. schreiben Sie bereits an der neuen Veröffentlichung? Was erwartet Hauptkommissar Zorn und Schröder im nächsten Teil?

Der dritte Teil der Serie ist schon fertig. Den ganzen Plot kann ich natürlich nicht verraten. Soviel sei gesagt: Es geht wieder um einen Mord. Zorn und Schröder ermitteln als Kommissare, Blut wird fließen… und es gibt ein unerwartetes Ende.

Herr Ludwig, vielen Dank für das Interview.