Schlafen in der Raumbühne - 12-Stunden-Konzert

Eine ganze Nacht lang Kammermusik mit Werken von zeitgenössischen Komponisten – das gibt es nur in Halle! Die Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle Halle stellen auf der Raumbühne Heterotopia der Oper Halle in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober von abends 20 Uhr bis morgens 8 Uhr ein zwölfstündiges Programm zusammen, das in dieser Form einmalig ist.

Steve Reichs "Nagoya Marimbas" und "Marimba Phase" stehen neben Klassikern wie Jean Françaixs Bläserquintett Nr. 1 oder Messiaens "Louange  à l’Immortalité de Jésus" aus dem berühmten "Quartuor pour la fin du temps". Darüber hinaus werden auch Kompositionen aufgeführt, zu denen die Musiker einen ganz persönlichen Bezug haben, wie Knut Müllers "Isis" für Klarinette, das der Klarinettistin Anja Starke gewidmet ist, oder "Nigun II" für Viola solo von Sarah Nemtsov, das von Oliver Tepe interpretiert wird.

Auf Initiative der Musiker werden Sarah Nemtsov und die Komponisten Paul Patterson und Peter Manfred Wolf anwesend sein und in Talkrunden über ihre Komposition Auskunft geben. Nachts um 4.30 Uhr wird der Schauspieler Martin Reik John Cages Sprechpartitur "Lecture on Nothing" interpretieren, bevor die Nacht mit Luciano Berios "Opus Number Zoo" endet, in dem der italienische Komponist den Haustieren Italiens ein musikalisches Denkmal setzte.

Der Abend beginnt mit einem Beitrag der KammerAkademie Halle, die unter Leitung von GMD Josep Caballé-Domenech Werke der britischen Komponisten William Alwyn, Walter Piston und Paul Patterson interpretiert.

Die Raumbühne Heterotopia bietet eine ideale Kulisse für dieses ungewöhnliche Konzert. Eine Bar wird die ganze Nacht geöffnet sein und auch für Frühstück ist morgens ab 6.00 Uhr gesorgt. Schlafplätze und intime Separees in der Raumbühne können über uebernachten@buehnen-halle.de reserviert werden.