Rote Pandabären im Bergzoo eingetroffen

Sein Markenzeichen ist ein leuchtend rotes Fell und er ist unter vielen Namen bekannt: Der Rote Panda, auch Kleiner Panda, Katzenbär, Bärenkatze oder gar Feuerfuchs genannt. Wie sein Namensvetter, der Große Panda, ernährt er sich vorwiegend von Bambus und ist im östlichen Himalaya und im Südwesten Chinas beheimatet.

Seit 2008 wird der Kleine Panda auf der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt und nach derzeitigen Schätzungen leben nunmehr weniger als 10.000 erwachsene Exemplare in freier Wildbahn. Am Freitag vergangene Woche sind nun zwei Vertreter der possierlichen Tieres in der Saalestadt eingetroffen. Die beiden Männchen Pang und Deshi kamen aus zwei tschechischen Zoos in den Bergzoo Halle und sind für diesen auch ein ersten Schritt in der Umsetzung seines Zukunftskonzeptes.

Für die Zoobesucher sind die Beiden derzeit leider noch nicht zu sehen, da sich Deshi und Pang vorerst in einer Eingewöhnungsphase befinden, in der sie nicht nur ihre neue Umgebung, sondern sich auch untereinander kennenlernen sollen. Für Zoodirektor Dr. Dennis Müller sind die Pandas neben seinen Bestrebungen, sich vermehrt für stark bedrohte Tierarten in international getragene Artenschutzprojekten zu engagieren, auch ein erstes Signal, dass die Umsetzung seines Zukunftskonzeptes begonnen hat. Dazu wurde eigens die ehemalige Känguruanlage umgestaltet, die nun einem lichten Bambuswald im Himalaya nachempfunden ist und zusammen mit den Yaks und den Blauschafen in unmittelbarer Umgebung den Lebensraum Himalaya darstellt.

Zukünftig soll die Anlage der Pandabären auch noch mit Schwarzhalskranichen und anderen Bewohnern der Region besetzt werden. „Ich bin überzeugt, dass Deshi und Pang neue Publikumslieblinge werden, und freue mich, dass wir dieses erste Projekt so zügig realisieren konnten“, sagte der Zoodirektor den bei der Ankunft anwesenden Journalisten. Die Beiden nahmen den „Rummel“ um sie gelassen und erkundeten derweil mit großer Neugier ihre neue Innenanlage nebst Willkommensleckerei: Frischem Bambus. In ca. zwei Wochen werden sie dann endlich auch ihre Außenanlage in Besitz nehmen können, um sich den Besuchern zu zeigen.