Roger Ballen in der Kunstsammlung Jena

Der Fotokünstler Roger Ballen wurde 1950 in New York geboren. Er studierte Psychologie, Geologie und Bergbau und siedelte 1982 nach Johannesburg in Südafrika über. Noch in den USA publizierte er 1979 sein erstes Fotobuch mit dem Titel „Boyhood“ mit Aufnahmen heranwachsender Jungen aus Europa, Asien und Nordamerika.

 Mitte der 1980er-Jahre fotografierte Ballen die „Dorps“, die alten Dörfer der Weißen in Südafrika, die vone iner Geschichte künden, die so überlebt ist wie deren Einwohner. Während dieser Arbeit fand er nicht nur zum quadratischen Format, sondern auch zu jener spezifischen Form der psychologischen Reportage, die seinem Werk eine unverwechselbare Ästhetik und Form gibt. Ballens Bildräume gleichen inneren Landschaften, die so unlogisch wie Träume das Dasein seiner Protagonisten umspielen und den „Irrsinn“ menschlicher Existenz in Südafrika ausmalen. Das Werk entsteht in Schwarzweiß: weiß wie Papier, schwarz wie eine Notation in Tinte. Das Grau ist das Ergebnis ihrer Vermischung. Ballens Interesse gilt jenen,die in randständiger Existenz oft von Armut, Hunger und Krankheit geprägt leben. In der Ausstellung in Jena werden 67 Fotos und fünf Videos gezeigt. Die Fotos wurden aus folgenden Serien ausgewählt:„I Fink U Freeky”, „Outland”, „Shadow Chamber “, „Asylum of the Birds”,„The Theatre of Apparitions” und „Boarding House”.

Termine: bis 13.8. in der Kunstsammlung Jena www.jena.de