Museum der Bildenden Künste

Das Museum der bildenden Künste in Leipzig zeigt eine dialoghafte Installation in diesem Sommer. Betrachtet werden können in der Ausstellung „Max Klinger / Markus Lüpertz – zeitgenössische Kunst“ Werke des berühmten Leipziger Künstlers Max Klinger (1857–1920) und von Markus Lüpertz, der zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart zählt.

Lüpertz, Jahrgang 1941, zieht mit rund 30 Skulpturen, 20 Gemälden und Bild-Zyklen sowie 50 Zeichnungen in das MdbK ein. Er tritt auf zwei Museumstagen, vor allem in der zentralen Halle im ersten Geschoss, in einen Dialog mit dem in der Dauerausstellung präsenten Werk von Max Klinger. Lüpertz ist ein großer Verehrer von Klinger. 1970 erhielt Lüpertz das 1905 von Max Klinger initiierte Villa Romana-Stipendium in Florenz, den ältesten deutschen Kunstpreis. Beide Künstler sind als Maler und Bildhauer bekannt. Max Klinger hat mit der farbigen, polychromen Skulptur experimentiert und neue ästhetische Wege beschritten. Er kombinierte unterschiedliche Materialien zu komplexen Skulpturen wie dem „Beethoven“ (1902) und Monumentalgemälden wie „Christus im Olymp“ (1897), die in keine kunsthistorische Schublade passen. Es sind Mischwesen aus Malerei und Skulptur, die man als künstlerische Installationen bezeichnen könnte. Der Künstler hing der Vorstellung vom „Gesamtkunstwerk“ an, das alle Sinne erfasst. Ein ähnlich freies und zugleich absolutes Denken zeigt sich in den farbigen Skulpturen von Markus Lüpertz. Der Künstler schert sich noch viel weniger um traditionelle Vorstellungen von Skulptur, sondern modelliert, bearbeitet und bemalt die Figuren in zum Teil irritierender Handschrift.

Termine: noch bis 24.9. im Museum der bildenden Künste Leipzig www.mdbk.de