Erste Saalpremiere am 22. September: Anne

Als „eine der größten Geschichten des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet der niederländische Autor Leon de Winter das Leben, Sterben und Weiterleben von Anne Frank. Und „Solange es noch Rassismus und Fremdenhass gibt, müssen wir diese Geschichte erzählen“, fügt er hinzu.

Die Bühnen Halles tun das in einer Koproduktion von Thalia Theater und neuem Theater mit der ersten Saal-Premiere in der neuen Spielzeit. Leon de Winter und seine Frau und Kollegin Jessica Durlach erlassen ihr 2014 entstandenes Anne-Frank-Theaterstück „Anne“ nach dem Krieg in einem schicken Pariser Café beginnen. Dort trifft sich die etwa 20-jährige Studentin Anne Frank mit ihren Freunden von früher. Doch statt wie geplant mit ihnen ins Kino zu gehen, bleibt Anne im Café und setzt sich zu einem interessanten jungen Mann, der sie an den Jungen erinnert, in den sie verliebt war mit 12. Dieser gutaussehende Mann ist zufällig Verleger und interessiert sich für das Buch, das Anne geschrieben hat.

So wird Anne Frank nach dem Krieg die berühmte Schriftstellerin, die sie schon immer werden wollte. Ein Traum! Ein Traum. Mehr nicht. Anne träumt. Fiebernd, frierend, verhungernd, todkrank. Im Konzentrationslager. Sie wird das Ende des Krieges nicht erleben. Ein kluges, fröhliches, begabtes, temperamentvolles Mädchen wird ausgegrenzt, verfolgt, versteckt, verschleppt und zerstört und stirbt mit 15 Jahren, nur weil sie Jüdin war. Anne Frank haben sie umgebracht, aber ihr Tagebuch hat überlebt.

www.buehnen-halle.de, weiterer Termin: 23.9. um 19.30 Uhr