Kulturfalter Halle (Saale)

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MEDIENLAND MITTELDEUTSCHLAND - LIEBE MAUER

Deutsch-deutsche Liebeskomödie kommt in die Kinos

Der Film "Liebe Mauer" sorgte schon Anfang diesen Jahres für Schlagzeilen in Halle. Denn extra für den Filmdreh wurde in Halle die Mauer wieder aufgebaut und die Filmkulisse wurde zum Magnet für die Hallenser. Viele nutzten die Chance für ein "authentisches" Mauerfoto. Nun endlich kommt der Film in die Kinos und die Premiere ist in Halle im Cinemaxx Kino. Für die offzielle Deutschlandpremiere von "Liebe Mauer" mit allen Stars verlosten wir exklusiv 3x2 Freikarten. Erleben sie Felicitas Woll, Maxim Mehmet, Uwe Steimle und viele andere live. Gewonnen haben Nicole Richter, Falk Simon und Alia Maria. 

Darum geht es in dem Film:

Die Studentin Franzi, gespielt von Felicitas Woll, zieht im Herbst 1989 mit nicht viel mehr als ihrem Rucksack nach Berlin. Von ihrer Altbauwohnung direkt am Grenzübergang kann sie in den Osten schauen und entdeckt auf der anderen Seite der Mauer Sascha (Maxim Mehmet). Er ist Grenzsoldat wider Willen. Um einen Studienplatz in Medizin zu bekommen, hat er sich für drei Jahre zur Volksarmee verpflichten müssen. Franzi und Sascha verlieben sich und arrangieren heimliche Treffen. Doch Liebe in Mauerzeiten wird beobachtet - und zwar auf beiden Seiten der Mauer. Wie gut, dass Saschas Jugendfreundin Uschi  ihr so ähnlich sieht. Unbemerkt tauschen die beiden Frauen ihre Ost-West-Identitäten. Endlich kann Franzi über Nacht bleiben, doch ihr Rendezvous fliegt auf. Ihre Liebe hat keine Chance, doch dann fällt die Mauer …

MEDIENLAND MITTELDEUTSCHLAND - DREHBESUCH

Liebe Mauer - Besuch beim Dreh

Kürzlich lud das Filmteam um Regisseur Peter Timm (Go Trabbi Go)  ins Maritim-Hotel Halle, um einen Eindruck von Dreh und Set des neuesten Films „Liebe Mauer“ zu geben. Zu diesem Zweck wurde eigens in Halle ein Stück Mauer (150 m) samt Wachtürmen wieder zum Leben erweckt (siehe unten). Dass sich das Gelände hinter dem Hotel sehr gut als Kulisse eignete, war dabei nicht zu übersehen: ein brachliegendes Areal ohne direkte Störung durch Verkehr bot eine optimale „Arbeitsfläche“. Abrupt endende Straßenbahngleise passten dabei zusätzlich sehr gut in das Konzept des Films, um den Abbruch Ost/West zu verdeutlichen, sagte dazu Szenebildnerin Monika Bauert. Zudem, so konnte man von der Produzentin Heike Wiehle-Timm erfahren, trug maßgeblich auch die Mitteldeutsche Medienförderung dazu bei, einen Teil des Films in Mitteldeutschland (u.a. Erfurt) zu drehen und die Mauer nicht wie geplant in den Babelsberger Filmstudios, sondern in Halle zu verorten.
Neben dem Regisseur Peter Timm und der Produzentin Heike Wiehle-Timm standen die jungen Hauptdarsteller Felicitas Woll sowie Maxim Mehmet (dabei in DDR-Uniform) der Presse inmitten der Kulisse bereitwillig Rede und Antwort. Und auch der Staatsminister des Landes Sachsen-Anhalt, Rainer Robra, ließ es sich nicht nehmen diesem Drehbesuch beizuwohnen.

 

MEDIENLAND MITTELDEUTSCHLAND - LIEBE MAUER

Mauerbau mitten in Halle

Manch ein Passant, den es dieser Tage auf das Gelände hinter dem Maritim-Hotel verschlägt, wird sich wundern, was da entstanden ist: Wachtürme sowie Zäune aus Holz und Pappe bekommt er da zu Gesicht. Vielen wird dieser Anblick wohl noch bekannt vorkommen: Wie, die Mauer ist wieder da? Ja! - als stummer Statist eines Films kommt sie daher, der u.a. für sechs Tage in Halle gedreht wird. Es handelt sich um eine tragikomische Liebesgeschichte, angesiedelt kurz vor dem Mauerfall 1989. Franzi (Felicitas Woll), eine kesse Westberlinerin und Sascha (Maxim Mehmet), ein Grenzsoldat wider Willen lernen sich kennen und es kommt, wie es kommen muss: sie verlieben sich ineinander. Dass diese Liebe von den Staatsoberen gar nicht gern gesehen wird, ist klar. Schon bald befinden sie sich
im Blickfang von Stasi und CIA, die in dieser Liebe ein Politikum höchster Dringlichkeit erkennen wollen. Ob diese deutsch-deutsche Liebe trotzdem eine Chance hat, kann man Anfang 2010 in den Kinos sehen. (Katharina Hertel)

MEDIENLAND MITTELDEUTSCHLAND - LIEBE MAUER

Die Mauer - Symbol einer Nation

13. August 1961: Ein Datum, welches den Baubeginn jener Mauer markiert, die fast drei Jahrzehnte Sinnbild der deutsch-deutschen Teilung sein soll. Nur zwei Monate nachdem der ehemalige Staats- und Parteichef der DDR, Walter Ulbricht, die Errichtung einer Mauer dementiert, begannen in den frühen Morgenstunden des 13. Augusts bewaffnete Verbände den Ostsektor Berlins vom Rest der Stadt mit Stacheldraht hermetisch abzuriegeln. Heute gern in kleinsten Stücken als Souvenir verkauft, ist die Dimension des „Antifaschistischen Schutzwalls“ kaum mehr vorstellbar: Die Gesamtlänge der Stahlbetonkonstruktion betrug 155,0 km. Ein einzelnes Teilstück hatte eine Höhe von 3,60 Meter und eine Breite von 1,20 Meter. 302 Beobachtungstürme sowie 66,5 km Metallgitterzaun sollten Fluchtversuche verhindern, doch trotz dieser Sicherung und dem Einsatz von 10.000 Grenzsoldaten, kam es zu über 5.000 Fluchtversuchen, von denen 239 tödlich endeten. Erst am 9. 11. 1989 „fi el“, initiiert durch einen Versprecher des SEDPolitbüro-Mitglieds Schabowski, jene Mauer, welche bis dato als das „beste Grenzsicherungssystem der Welt“ (DDR-Armeegeneral K. H. Hoffmann) galt. (Katharina Hertel)

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Lesen Sie hier ein Interview mit Peter Timm, dem Regisseur von "Liebe Mauer"

Lesen Sie hier ein Interview mit Felicitas Woll, der Hauptdarstellerin.

TAGESTIPP

Polizeiruf im Burggraben

Die DDR ist ein Fall für sich und beim Theater Apron obendrein ein Kriminalfall. Zwar vergessen die großartigen Kleinkriminellen im allgemeinen Schludrian, daß sie vorsichtig sein müssen, schaffen dafür aber eine entspannte Atmosphäre.  "Polizeiruf 86" - die Kriminalkomödie von Volker Dietzel kann man am 2.9. wieder im Burggraben am Turm sehen.

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